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Linke: Stadt fördert Lohndumping

Ein-Euro-Jobs Linke: Stadt fördert Lohndumping

Die Gruppe Linke/Piraten in der Regionsversammlung wirft Kommunen in der Region vor, mit sogenannten Ein-Euro-Jobbern Missbrauch zu betreiben und dadurch Lohndumping zu fördern. Bei der Landeshauptstadt sind derzeit 180 Ein-Euro-Jobber beschäftigt. Sie werden mit 1,30 Euro pro Stunde entlohnt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Zahlreiche Tätigkeiten, die die Billigarbeitskräfte unter anderem für die Landeshauptstadt erledigen, sind nach Auffassung von Gruppensprecher Michael Fleischmann so angelegt, dass sie nicht von den Ein-Euro-Jobbern erledigt werden dürften. Beispielsweise würden die erwerbslosen Frauen und Männer von den Kommunen im Hoch- und Tiefbau, für öffentliche Gartenarbeiten, als Fliesenleger, Tischler und Schlosser eingesetzt. „Das sind ganz klar Tätigkeiten, die normalerweise Handwerksbetriebe machen“, sagt Fleischmann. Wenn in Hannover Ein-Euro-Jobber in Kitas, Schulen, Alten- und Pflegeheimen als Köche arbeiten müssten, dann handele es sich Fälle von Missbrauch und Lohndumping.

Sowohl die für Ein-Euro-Jobber zuständige Region Hannover als die Landeshauptstadt streiten allerdings ab, dass die Arbeitslosen entgegen der Gesetzeslage beschäftigt würden. Sicherlich sei nicht jeder geeignet ist bei Fliesenarbeiten mitzuhelfen, sagt Stadtsprecher Andreas Möser. Aber man brauche dafür auch keine spezielle Fachausbildung. „Handwerkliches Geschick setzt nicht unbedingt eine Ausbildung voraus“, erläutert er. Aber auch die Handwerkskammer Hannover, die die Interessen der Handwerksbetriebe vertritt, hat bislang keinerlei Hinweise auf einen Missbrauch mit Ein-Euro-Jobbern.

Bei der Landeshauptstadt sind derzeit 180 Ein-Euro-Jobber beschäftigt. Sie werden mit 1,30 Euro pro Stunde entlohnt.

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