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„Ein bisschen wie 3-D-Kino“

Live-OPs im Friederikenstift „Ein bisschen wie 3-D-Kino“

Live-OPs im Friederikenstift: Am Tag der offenen Tür bot das Krankenhaus in der Calenberger Neustadt am Sonntag ungewöhnliche Einblicke für Besucher. 

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Quelle: Michael Wallmüller

Hannover. Ihm ist keine Aufregung anzumerken. Im Gegenteil: Seelenruhig referiert Christoph W. Strey, Chefarzt der Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie im Friederikenstift, am Tag der offenen Tür die Vorteile eines neuen Verfahrens in der Laparoskopie, bevor er in den OP-Saal eilt. Live wird er dort einer Patientin die Gallenblase entfernen. Mit einem minimal-invasiven Verfahren, das heißt mit einem, bei dem man die medizinischen Instrumente durch einen Schnitt in der Haut in die Bauchhöhle schiebt. Wie es dort aussieht, verfolgt Strey über einen Bildschirm mit 3-D-Brille, „wegen der räumlichen Perspektive“. „Es ist ein bisschen wie 3-D-Kino“, sagt er und lacht. Auf Kongressen würden Live-OPs oft gemacht. „Das ist für mich nichts Besonderes.“

Seit 140 Jahren gibt es das DRK-Krankenhaus Clementinenhaus in der Oststadt. Und das Friederikenstift in der Calenberger Neustadt schon seit mehr als 170 Jahren. Grund genug, zu feiern. Am Tag der offenen Tür öffneten die Krankenhäuser für die Besucher Bereiche, die sonst für die Öffentlichkeit verschlossen sind, wie etwa den Narkosearbeitsplatz, die zentrale Patientenaufnahme oder OP-Säle. 

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Für die Besucher des Jubiläumscafés im Friederikenstift ist es das schon. Wann bekommt man schon mal auf einer Großleinwand eine Live-OP zu sehen? Es ist brechend voll, als die Übertragung anfängt.
Chefarzt Strey hat auch jetzt die Ruhe weg. Schritt für Schritt erläutert er, wie er die Gallenblase entfernt, während man, vielfach vergrößert, sieht, wie er an dem Organ herumschnippelt. Die Live-OP ist sicher die spektakulärste Aktion des Tages. 4000 Besucher kommen insgesamt, um sich den Krankenhausbetrieb einmal von innen anzusehen. Eine Publikumsattraktion ist auch das „begehbare Gehirn“. Überall an einer mannshohen Gehirnattrappe sind Schilder mit Krankheitsnamen aufgehängt. „Hirnzyste“, „Abszess“, steht da schlicht. Horst Patzke, 77, steht fast ein bisschen fassungslos vor dem Schild „Alzheimer“. Man wisse offenbar, an welcher Stelle im Gehirn Alzheimer verursacht wird, sagt er. „Aber helfen kann man noch nicht.“     

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