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Polizei verhindert Krawalle am Steintor

Liveticker zum Nachlesen Polizei verhindert Krawalle am Steintor

Gegendemonstranten haben den Marsch von Pegida-Anhängern vom Steintor zur Oper verhindert. Die Polizei musste mehrfach einschreiten, um ein Aufeinandertreffen von aggressiven Teilnehmern beider Lager zu verhindern. Auf dem Georgsplatz gedachten indes Tausende der Terroropfer von Paris. Das Minutenprotokoll des Abends zum Nachlesen.

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Polizisten auf Pferden trennen Gegendemonstranten und Teilnehmer der Hagida-Demonstration.

Quelle: Stratenschulte

+++ 20:17 Uhr: Die Lage rings um den Bahnhof entspannt sich. Die berittene Polizei, die bis eben noch vor dem Hauptbahnhof stand, ist abgezogen. Zehn Einsatzwagen der Polizei stehen aber noch bereit. Nur vereinzelt tauchen noch Autonome auf. Die Polizei schaut jetzt in der Georgstraße und in der Bahnhofstraße nach dem Rechten.

+++ 20:08 Uhr: Noch immer laufen vermummte Autonome durch die Straßen in Bahnhofsnähe und suchen systematisch nach Hagida-Anhängern.

+++ 20:06 Uhr: Die Stadtbahnen 10 und 17 fahren wieder. Langsam löst sich auch der Stau an der Kurt-Schumacher-Straße auf. Wegen der Polizeiblockade dort der Verkehr für etwa eine halbe Stunde zum Erliegen gekommen.

+++ 19:57 Uhr: Die Polizei hat vor der Ernst-August-Galerie drei Autonome festgenommen und sie in die Wache an der Herschelstraße gebracht.

+++ 19: 49 Uhr: Katz- und Mausspiel zwischen Polizei und Autonomen: Die Polizei muss die Hagida-Anhänger weiterhin vor den Linken schützen. An der Kurt-Schumacher-Straße ist derzeit kein Durchkommen. Auch die Stadtbahnlinien 10 und 17 stehen still. Die Polizei hat sich an der Herschelstraße aufgebaut, um die Linken am Durchkommen zu hindern und den Hagida-Vertretern den Weg zum Bahnhof freizuhalten.

+++ 19:44 Uhr: Die Polizei hat am Steintor einen Mann kurzzeitig zur Feststellung der Personalien in Gewahrsam genommen, der sich offenbar besonders aggressiv verhalten hatte. Noch immer ist die Lage chaotisch und die Stimmung aufgeheizt.  

+++ 19: 42 Uhr: Die Kundgebung am Georgsplatz ist beendet. Zum Abschluss wird Musik gespielt.

+++ 19:32 Uhr: Die Polizei berichtet jetzt von 16.500 Anti-Pegida-Demonstranten an der Marktkirche und am Georgsplatz. Am Steintorplatz hatten sich nach Polizeiangaben 2500 Demonstranten versammelt, die gegen  knapp 200 Hagida-Anhänger protestierten.

+++ 19:26 Uhr: Noch immer versucht die Polizei, eine gewaltsame Auseinandersetzung von Teilnehmern beider Lager zu verhindern. Auch vor der Mc-DonaldsFiliale am Steintor spitzt sich die Lage zu. Kurzzeitig machte die Nachricht die Runde, dass sich dort Hooligans versammeln würden. Die Polizei hinderte daraufhin etliche Gegendemonstranten am Vordringen zum Platz vor der Filiale.

+++ 19:19 Uhr: Die Hagida-Demoteilnehmer versuchen, den Steintorplatz zu verlassen. Dabei werden Sie zum Teil von Gegendemonstranten am Fortkommen behindert. So versuchte etwa eine kleine Gruppe von Pegida-Anhängern, sich aus der Menge zu lösen, wurde jedoch sofort von linken Aktivisten unter wüsten Beschimpfungen gestoppt. Die Polizei eskortierte sie daraufhin in Richtung Kurt-Schumacher-Straße.

+++ 19:15 Uhr: Die Polizei ruft nun auch die Hagida-Demonstranten dazu auf, den Steintorplatz zu verlassen. Langsam bahnen sie sich ihren Weg, werden jedoch immer wieder von Gegnern aus der linken Szene beschimpft.

+++ 19:09 Uhr: Die Polizei ruft die Gegendemonstranten am Steintor per Lautsprecher dazu auf, den Hagida-Anhängern die Heimreise zu ermöglichen. Die ersten verlassen den Platz.

+++ 19:02 Uhr: Die Polizei erklärt die Hagida-Demo offiziell für beendet. Jubel bei den Gegendemonstranten, die den Zug permanent blockierten. Die hannoverschen Anhänger der Pegida-Bewegung konnten nicht wie geplant zum Opernplatz laufen.

+++ 18: 54 Uhr: Ministerpräsident Stephan Weil sagt am Georgsplatz:   „In Dresden werden wohl heute Abend wieder Tausende Pegida-Anhänger auf die Straße gehen. Aber: Sachsen ist nicht Niedersachsen." Applaus und Jubel erklingen als Weil berichtet, es seien nur 200 Hagida-Demonstranten zum Steintor gekommen.

+++ 18: 51 Uhr: Der Hagida-Zug ist bis zum Eingang der Georgstraße vorangekommen. Berittene Polizei macht den Weg frei, doch linke Gegendemonstranten scheuen nicht davor zurück, auch die Polizeipferde anzugreifen.

+++ 18: 49 Uhr: Oberbürgermeister Stefan Schostok spricht am Georgsplatz: „Hannover ist anders - wir leben die Vielfalt der Nationalitäten, der Kulturen und der Religionen. Wir lösen Herausforderungen gemeinsam hier in Niedersachsen und anderswo. Es Arbeiten sehr viele Menschen hier in Hannover, die Flüchtlinge willkommen heißen. Dieses Bild von Hannover soll heute von hier ausgehen.“

+++ 18: 43 Uhr: Die Kundgebung am Georgsplatz beginnt mit einer Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlages in Paris.

+++ 18: 39 Uhr: Die Polizei hat offenbar Reizgas gegen linke Gegendemonstranten am Steintor eingesetzt, die den Hagida-Zug am Fortkommen hindern.

+++ 18: 36 Uhr:   Die Polizei hat soeben erste Zahlen bekanntgegeben: in der gesamten Stadt sind demnach 6000 Menschen unterwegs, die gegen die Pegida-Bewegung Flagge zeigen, davon sind 2500 linke Gegendemonstranten am Steintor unterwegs. Auf Seiten der Hagida sind nur einige Hundert Menschen gekommen.

+++ 18:33 Uhr: Wenige Hundert Hagida-Anhänger warten darauf, dass sich ihr Zug in Bewegung setzt. Sie rufen: „Wir sind friedlich, was seid ihr?" und „Räumen, räumen!“ in Bezug auf die Blockade der Gegendemo.

+++ 18:27 Uhr: Unterdessen passiert die „Bunt statt Braun“- Bewegung den Opernplatz. Bis die Hagida-Demonstranten dort ankommen, wird es vermutlich noch einige Zeit dauern.

+++ 18: 21 Uhr: Polizei kesselt eine kleine Gruppe – offenbar Hooligans –ein, die sich am Rande der Hagida-Demo vermummen will. Sie musste einige aus dieser Gruppe daran hindern, Pressefotografen anzugreifen - und nahm dabei einige Personen vorläufig in Gewahrsam.

Bei der Demo der islamfeindlichen Pegida-Bewegung in Hannover kommt es am Steintor zu Auseinadersetzungen beider Lager mit der Polizei.

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+++  18: 20 Uhr: Linke Gegendemonstranten blockieren den Zug der Hagida und rufen: „Wir sind die Mauer, das Volk muss weg.“

+++ 18: 15 Uhr: Am Steintor haben die Pegida-Anhänger per Megafon ihre Veranstaltung eröffnet. Was sie sagen, war nur schwer zu verstehen. Sehr stockend kommt der Zug der Hagida-Anhänger in Bewegung und muss von der Polizei geschützt werden. Wie viele Menschen an dem Zug teilnehmen, ist im Moment schwer zu schätzen.

+++18:13 Uhr: Unterdessen startet der Zug von der Marktkirche in Richtung Georgsplatz. Die Lautsprecherdurchsagen waren teilweise nur schwer zu verstehen.

+++ 18:12 Uhr: Am Steintorplatz fliegen Böller und Klopapier aus den Reihen der linken Demonstranten. Die Polizei drängt die Störer mit Gewalt zurück – und erntet Applaus von den Hagida-Demonstranten.

+++ 18:10 Uhr: Auch die Flüchtlingsinitiative vom Weißekreuzplatz ist zur Marktkirche gekommen. Ebenso haben sich Fotostudenten der Hochschule Hannover dort versammelt. Sie zeigen Banner mit der Aufschrift „Fotostudenten gegen Rassimus“.

+++ 18:07 Uhr: Der CDU-Ratsherr Kurt Fischer, der kürzlich die Thesen der Islamfeinde verschickt und Pegida-Unterstützung aufgerufen hatte, ist ebenfalls am Steintor: „Ich bin nur hier, weil ich mich informieren will. Es ist die erste Demonstration meines Lebens. Ich bin nur hier, weil alle dagegen sind.“

+++ 18:01 Uhr: Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte war bereits an der Marktkirche. Jetzt schaut er sich die Lage am Steintorplatz an.

+++ 17:55 Uhr: Vor der Marktkirche tut sich erstmal nichts - ruhig und andächtig warten die Demonstranten, die wegen Überfüllung nicht mehr in den Gottesdienst konnten, auf den Start des Zuges zum Georgsplatz. Die Lautsprecher sind jedoch nicht laut genug - die Übertragung aus der Kirche ist davor nur schwerlich zu verstehen.

+++ 17: 48 Uhr: Die Lage auf dem Steintorplatz ist unübersichtlich. Inzwischen hat es einen kleineren Zwischenfall gegeben. Kevin Schumann, der zu der Wählergemeinschaft „Die Hannoveraner“ gehört, hat versucht, ein Plakat der linken Gegendemonstranten zu bekritzeln. Die schubsten ihn jedoch weg.

+++ 17: 45 Uhr: Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann begrüßt weit über 1000 Besucher beim Friedensgebet in der völlig überfüllten Marktkirche: „Unsere Sehnsucht und unsere Gebete richten sich auf eine Stadt, in der Menschen nicht an ihrer Hautfarbe, an ihrer Religion, an ihrer Andersartigkeit gemessen werden, sondern daran, was sie für den Frieden einer gerechten und solidarischen Stadt tun."

Hannover, 12. Januar 2015: Tausende zeigen Flagge gegen die Demo der Hagida, des hannoverschen Ablegers der islamfeindlichen Pegida.

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+++ 17:42 Uhr: Vor der Kirche stehen Tausende Menschen und lauschen dem Gebet, das über Lautsprecher übertragen wird - still und andächtig: „Mit Trauer und Bestürzung gedenken wir der Opfer des Terrors von Paris.“


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+++ 17: 40 Uhr: Auf dem Steintorplatz trennt die Polizei die Anhänger der Pegida-Bewegung von den Linken. Wer hier ankommt, wird gefragt, auf welche Seite er möchte.

+++ 17: 38 Uhr: Tausende lauschen still den Gebeten in der Marktkirche: "Wenn der Fremde bei euch weilt, sollt ihr ihn nicht kränken."

+++ 17:35 Uhr: Gegendemonstranten blockieren den Weg vom Steintorplatz zur Georgstraße, unter ihnen sind Mitglieder von Attac und Ver.di.

+++ 17: 29 Uhr: Alle, die an der  U-Bahnstation Markthalle aussteigen, haben ein Ziel: die Gegendemonstration an der Marktkirche. Auch Patricia Heine und Ahmed demirer aus Linden. "Wir wollen heute gegen Rassismus und für die Pressefreiheit demonstrieren", sagt Demirer.

+++ 17:27 Uhr: Etwa 50 Anhänger der linken Szene sind auf dem Weg zur Georgstraße. Sie skandieren: „Flüchtlinge bleiben, Hagida vertreiben.“

+++ 17:10 Uhr: Zwischen Opernplatz und Georgsplatz ist viel Polizei präsent. Unter anderem ist eine Motorradstaffel vor Ort.

+++ 17:05 Uhr: Die Menschen strömen zu Hunderten in Richtung Marktkirche. Dort beginnt um 17.30 Uhr eine multireligiöse Friedensandacht. Die Reihen in der Marktkirche füllen sich bereits. Wer drinnen keinen Platz mehr findet, kann draußen über Lautsprecherboxen die Andacht verfolgen.

+++ 16: 58 Uhr: Die Staatsoper setzt mit einem Plakat mit der Aufschrift „Gegen Rassismus“ ein Zeichen.

+++ 16: 54 Uhr: Die Außenbeleuchtung am Anzeiger-Hochhaus ist aus. Im Zuge des Protestes werden zahlreiche wichtige Gebäude in der Innenstadt ab 17.30 Uhr ihre Außenbeleuchtung abschalten. An der Aktion beteiligen sich unter anderem die Staatskanzlei, das Neue Rathaus, die Sparkasse, das Theater am Aegi und auch die Üstra, die ihr Verwaltungsgebäude am Hohen Ufer aus Protest gegen die Islamfeinde verdunkeln wird.

+++ 16:45 Uhr: Schon 45 Minuten vor Beginn des multireligiösen Friedensgebets ist die Marktkirche so voll wie Weihnachten: „Das ist ein gutes Zeichen", sagt Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Einige Besucher haben „Je suis Charlie“-Schriftzüge auf ihren Mänteln angebracht: „Hannover ist schon immer eine tolerante Stadt gewesen", sagt der 62-jährige Dirk Battke. „Man muss Gesicht zeigen gegen Rassismus", sagt eine andere Besucherin.

tm/jki/frs/sup/gum/be

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