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Aus der Stadt Ein Unfall mit süßen Folgen
Hannover Aus der Stadt Ein Unfall mit süßen Folgen
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22:59 26.11.2013
Von Tobias Morchner
Süßer Einsatz: Nach einem Auffahrunfall zwischen der Anschlussstelle Langenhagen und dem Dreieck Hannover-West hat ein Lkw Honig auf der Fahrbahn verloren. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Die Feuerwehr ist am Dienstag zu dem wohl süßesten Einsatz in diesem Jahr gerufen worden. Bei einem Auffahr­unfall eines Lastwagens auf der Autobahn 2 in Höhe Langenhagen waren mehrere Fässer mit Honig leckgeschlagen. Die zuckrige Flüssigkeit ergoss sich auf eine der drei Fahrbahnen. Die Helfer versuchten, mit Sand und Erde zu verhindern, dass der klebrige Stoff über die gesamte Fahrbahn fließt. An der Unfallstelle bildete sich im Verlauf des Abends ein Stau von bis zu 15 Kilometern Länge.

Süße Aufräumarbeiten: Zwischen der Anschlussstelle Langenhagen und dem Dreieck Hannover-West haben nach einem Auffahrunfall mehrere Fässer auf der Ladefläche eines Lastwagens Leck geschlagen. Aus ihnen lief Honig auf die Fahrbahn.

Der 36-jährige Fernfahrer hatte gegen 15 Uhr aus bislang unbekannten Gründen auf seinem Weg in Richtung Dortmund ein vor ihm fahrendes Auto gerammt. Die Insassen beider Fahrzeuge blieben zum Glück unverletzt. Doch durch die Wucht des Aufpralls verrutschten die 52 mit je 200 Liter Honig befüllten Fässer auf der Ladefläche des Lastwagens. Offenbar waren die Transportbehälter nicht richtig gesichert worden. „Mindestens fünf der Fässer wurden bei dem Unfall beschädigt“, sagt Feuerwehrsprecher Frank Behrens. Der Honig floss seitlich aus den Lecks von der Ladefläche auf die Autobahn. Dabei hatten die Einsatzkräfte großes Glück. Hätte sich der Unfall bei wärmeren Temperaturen zugetragen, hätten die Helfer auch mit den Bienen zu kämpfen gehabt, die von dem süßen Honigduft auf die Autobahn gelockt worden wären. Doch bei den winterlichen Graden konnte die Feuerwehr, die mit einer Vielzahl von Helfern vor Ort war, weil in der ersten Meldung von mehreren Tonnen Honig die Rede war, die angeblich auf die Fahrbahn geflossen waren, nach einer Stunde ihre Geräte wieder zusammenpacken und den Einsatz beenden.

Der Honigtransporter konnte seine Fahrt allerdings nicht fortsetzen, da die Lecks noch immer nicht abgedichtet worden waren und die Flüssigkeit weiter die Fahrbahn verklebte. Die rumänische Spedition des 36-jährigen Unfallverursachers musste sich um den Abtransport der Fässer und des Lastwagens kümmern. Zunächst versuchten sie, eine Spezialfirma aufzutreiben, die den Honig von der Straße beseitigen sollte. Als das missglückte, beauftragten sie ein Abschleppunternehmen und charterten einen zweiten Transporter. Nach und nach wurden die Fässer auf den Ersatzlastwagen umgeladen. Dann konnte der Sattelzug des 36-Jährigen abgeschleppt und die Fahrbahn gereinigt werden. Erst im Lauf der Nacht konnten alle drei Fahrstreifen in Richtung Dortmund wieder freigegeben werden. Ersten Schätzungen der Feuerwehr zufolge ist bei dem Unfall ein Schaden in Höhe von 15 000 Euro entstanden. Unklar ist allerdings, wie viele Liter Honig auf die Autobahn geflossen sind. Der 36-jährige Fernfahrer muss sich nicht nur wegen des Unfalls verantworten. Er muss auch damit rechnen, wegen eines Verstoßes gegen die Ladungssicherung belangt zu werden.

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