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Luther-Eiche am Ministerium gepflanzt

Aktion zum Reformationsjubiläum Luther-Eiche am Ministerium gepflanzt

Eine Luther-Eiche haben Landwirtschaftsminister Christian Meyer, Landesbischof Ralf Meister, Superintendent Ulrich Wöhler und Revierförster Andreas Kretschmer am Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium gepflanzt. Die Aktion bildet den Auftakt zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation.

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Eine von 212 Luther-Eichen wurde am Sonnabend im Innenhof des Ministeriums gepflanzt.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Es war nur eine von mehr als 200 sogenannten Luther-Eichen, die in den nächsten Wochen im Beritt der Landeskirche Hannover gepflanzt werden. Doch das gut zwei Meter hohe Bäumchen, das am Sonnabend im idyllischen Innenhof des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Platz fand, versenkten besonders prominente Aushilfsgärtner im Boden.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer nahm ebenso eine Schaufel in die Hand wie Landesbischof Ralf Meister; unterstützt wurden sie von den Initiatoren der Pflanzaktion aus dem Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder, Superintendent Ulrich Wöhler sowie Revierförster und Kirchenvorstand Andreas Kretschmer. Allerdings diente das gärtnerische Wirken in der Calenberger Neustadt nicht vordringlich dazu, für den diesjährigen Reformationstag am Montag Werbung zu machen, sondern den Auftakt der Feierlichkeiten zum 500-Jahr-Reformationsjubiläum in 2017 zu signalisieren.

Im Garten des Niedersächsischen Ministeriums für Landwirtschaft pflanzt Minister Christian Meyer mit Landesbischof Ralf Meister eine von 212 Luther-Eichen zum Reformationsjubiläum.

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Am 31. Oktober 1517, so die Überlieferung, soll Martin Luther 95 Thesen für eine Modernisierung der Kirche an die Tür der Wittenberger Schlosskirche genagelt haben – die Bischöfe des Landes hatten seine Briefe nicht beantwortet. Gut drei Jahre später reagierte der Mönch und Theologieprofessor auf die Androhung seiner Exkommunikation vonseiten des Papstes Leo X. und auf die öffentlichen Verbrennungen seiner Schriften: Er verbrannte seinerseits die päpstliche Bannandrohungsbulle und das Kirchengesetzbuch. Mit dieser Provokation und Luthers daraufhin tatsächlich verfügter Exkommunikation war der Bruch mit der katholischen Kirche perfekt. Am Platz der Verbrennung des päpstlichen Erlasses in Wittenberg soll die erste Luther-Eiche gesetzt worden sein.

An diesem Montag wird auch die Dreifaltigkeitskirche in der Oststadt eine solche Eiche pflanzen. An der Vermehrung des Baumbestands in Stadt und Region Hannover beteiligen sich zudem die Petrikirche in Kleefeld sowie ein gutes Dutzend Gemeinden aus den Kirchenkreisen Langenhagen-Burgwedel, Ronnenberg und Neustadt-Wunstorf sowie aus Lehrte und Jeinsen. Die kleinen Bäume wurden vor zehn Jahren aus Samen der Luther-Eiche in Polle (Weser) gezogen, eine Pinneberger Baumschule päppelte sie hoch. Die Nachkömmlinge gesellen sich zu mehr als 100 alten Luther-Eichen in ganz Deutschland, die überwiegend 1883 – anlässlich des 400. Geburtstags von Luther – gepflanzt worden waren.

Christian Meyer sagte, für ihn als Minister sei es durchaus etwas Besonderes, derart Nachhaltiges wie eine Eiche in den Boden zu bringen. Ein Baum, der mehrere hundert Jahre alt werden kann, überdauere die Legislaturperiode eines Politikers nun einmal mit Leichtigkeit. Landesbischof Meister bezeichnete die Pflanzaktion als „glaubensstärkendes Zeichen“. Ob es für die jungen Eichen ein Morgen gibt und die Natur auf der Erde überleben kann, liege aber in starkem Maße in der Verantwortlichkeit der Menschen.

Minister für mehr Feiertage

Am Rande der Pflanzaktion in der Calenberger Straße äußerte sich Landwirtschaftsminister Christian Meyer auch zur von der evangelischen Kirche angestoßenen Debatte, den Buß- und Bettag sowie den Reformationstag wieder in allen Bundesländern zu gesetzlichen Feiertagen zu machen. Er hege viele Sympathien für mindestens einen zusätzlichen Erholungstag für die Menschen, dieser könne aber auch gerne unter interreligiöser Flagge segeln. Derzeit gehöre Niedersachsen bei der Zahl der gesetzlichen Feiertage zu den Schlusslichtern, was nicht gerecht sei. Den Einwand der Arbeitgeber, neue freie Tage kosteten Industrie und Handel in Niedersachsen etliche hundert Millionen Euro Umsatz, konterte Meyer mit dem Hinweis auf die prosperierenden Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Dort gebe es alljährlich drei gesetzliche Feiertage mehr als in Niedersachsen – ohne dass die Wirtschaft leide. Zudem könne ein zusätzlicher Erholungstag helfen, die Motivation und Leistungsbereitschaft von Arbeitnehmern zu steigern.

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