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So sieht es jetzt in der alten Meierei aus

Neue Luxus-Wohnungen So sieht es jetzt in der alten Meierei aus

Das langgestreckte Fachwerkhaus zählt zum alten Gebäudebestand der Welfen im Schlossbezirk Herrenhausen: Ab 1646 hat es neben dem Schloss eine sogenannte Meierei gegeben, in der Hühner und andere Nutztiere für die Verwendung bei Festessen gehalten wurden. Jetzt entstehen dort hochwertige Appartements.

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„Ans Herz gewachsen“: Immobilienentwickler Thomas Bühre an der Alten Meierei.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. In den vergangenen Jahren ist das Gebäude durch die Hände internationaler Fondsunternehmen gegangen - doch jetzt lässt der Hannoveraner Thomas Bühre es liebevoll sanieren. Insgesamt zehn Wohnungen werden dort entstehen - billig allerdings werden sie nicht.

Wo in Herrenhausen früher Gänsezüchter wohnten, sind jetzt hochwertige Appartements entstanden. Ein Blick in das neue Luxus-Wohnhaus.

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„Wir haben viele Überraschungen erlebt“, sagt Bühre. Durch Umbauten nach dem Krieg sei die Statik in desolatem Zustand gewesen: Wände waren herausgenommen worden, das Obergeschoss instabil. „Der Bauunternehmer hatte anfangs schlaflose Nächte.“ Zwei riesige Stahlträger sind jetzt auf der Gesamtlänge von 65 Metern quer durchs Haus gezogen worden. Dadurch konnte das Fachwerk, das überall freigelegt wurde, erhalten bleiben.

Das Haus selbst ist ein Wiederaufbau von 1721. 1822 wurde es von Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves neu in Form gebracht wurde, bevor Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht es nach dem Krieg um 15 Fachwerkachsen (22 Meter) kürzte, um eine Straße zur Neubausiedlung an der Gracht bauen zu können. Der große Zwerchgiebel steht seitdem asymmetrisch auf dem Haus.

Mehrere Jahrzehnte lang gehörte das Gebäude der städtischen Hanova (damals: GBH), die es 2006 in einem großen Immobilienpaket an die Fondsgesellschaft Fortress verkaufte - zum Durchschnittspreis von gut 20 000 Euro pro Wohnung. Etwa ein halbes Dutzend Mal sei das Gebäude danach weitergegeben worden, sagt Bühre, stets ohne Sanierungen, aber mit Gewinn. „Sie können sich vorstellen, dass ich deutlich mehr dafür bezahlt habe.“

Anderthalb Jahre lang hat er mit dem Denkmalschutz über die Anordnung der Gauben und die Farbe der Fensterrahmen diskutiert. „Das Projekt ist anstrengend, aber es ist mir ans Herz gewachsen - jeder Quadratmeter hier ist Stadtgeschichte.“ Jetzt ist der Umbau abgeschlossen: Entstanden sind Wohnungen von 90 bis 220 Quadratmetern mit Parkett, großen Fenstertüren zum kleinen Garten und ausgeklügelter Technik. Die Kaltmiete beträgt allerdings rund 15 Euro pro Quadratmeter. „Die Wohnungen sind gedacht zum Beispiel für Manager, die nur für einige Jahre in Hannover Station machen“, sagt Bühre: „Auch für dieses Segment auf dem Wohnungsmarkt muss es schließlich Angebote geben.“

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