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MHH-Bauten sollen besser geplant werden

Vermeidung von Mehrkosten MHH-Bauten sollen besser geplant werden

Die MHH-Vizepräsidentin Andrea Aulkemeyer hat neue Organisationsstrukturen für zukünftige Projekte gefordert. In der Vergangenheit kam es durch gravierende Planungsfehler in Radiologie und Laborgebäude zu Mehrkosten von fünf Millionen Euro.

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Steht seit zwei Jahren leer: Das neue MHH-Laborgebäude. 

Quelle: Eberstein

Hannover. Die Probleme bei Bauten der Medizinischen Hochschule (MHH) und die dadurch entstandenen Millionenverluste sorgen auch innerhalb der MHH für großen Ärger. Mitglieder des Senats fühlten sich offenbar vom Präsidium übergangen, und beantragten bei der Senatssitzung einen Bericht über die Fehlplanungen einer neuen Radiologie. Das geht aus dem Protokoll der Senatssitzung im Februar hervor, das der HAZ in Auszügen vorliegt.

Der Senat bezieht sich in der Debatte unmittelbar auf einen HAZ-Bericht von Anfang Februar. Darin wurden die Fehlplanungen bei der Radiologie erstmals öffentlich gemacht. Die Planungsfehler führten zu Kosten von 1,03 Millionen Euro. Dazu gehören auch die Kosten in Höhe von 40 000 Euro für die viertägige USA-Reise einer MHH-Delegation im Jahr 2009. Wie MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg im Senat berichtete, ging es nach Milwaukee und New York, „um die Organisationsstrukturen der dortigen, modernen, als Imaging Center aufgebauten Radiologen kennenzulernen, mit den Betreibern zu diskutieren und die dortigen Ansätze zu hinterfragen“. Die hohen Kosten begründete Tecklenburg laut Protokoll mit dem notwendigen Gabelflug und der Kurzfristigkeit der Reise.

Auch die Pannenserie beim neu gebauten und seit mehr als zwei Jahren leer stehenden Laborgebäude war in der Sitzung Thema. Die für den kaufmännischen Bereich zuständige MHH-Vizepräsidentin Andrea Aulkemeyer forderte laut Protokoll Folgen für künftige Projekte. Im Blick auf den geplanten Neubau einer Zentralklink für eine Milliarde Euro seien die derzeitigen Organisationsstrukturen nicht geeignet. Es könne zu Problemen bei der Planungszeit, bei der Realisierungszeit, bei der Einhaltung des Kostenrahmens sowie der optimalen Funktionalität der Bauten kommen, meinte sie laut Protokoll.

Wie berichtet, sind dort durch gravierende Planungsfehler Mehrkosten von rund 5 Millionen Euro entstanden. Bei dem Bau waren eine zu geringe Lüftungsanlage, eine zu geringe Stromzufuhr und eine zu kleine Notstromversorgung eingeplant worden. Das für die MHH zuständige Wissenschaftsministerium sagt, es lasse sich nicht mehr feststellen, ob die MHH oder das staatliche Baumanagement für die millionenteuren Versäumnisse verantwortlich seien.

Zudem hatte der Landesrechnungshof erhebliche Zweifel am Finanzierungskonzept des Labors über Personaleinsparungen geäußert. Denn die vorgesehene Laborstraße in dem Laborgebäude mache wegen der unterschiedlichen Wünsche der Chefärzte einen höheren Personaleinsatz erforderlich, als bisher bekannt gewesen sei.

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