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MHH-Dekan begrüßt Spenden für Studenten

Vorstoß von Uni-Chef kommt an MHH-Dekan begrüßt Spenden für Studenten

Professoren unterstützen sozial bedürftige Studenten mit privat finanzierten Stipendien – dieser Vorstoß von Uni-Präsident Prof. Erich Barke stößt in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) auf offene Ohren. „Ein Stipendienprogramm für sozial Schwache ist eine gute Idee“, sagt MHH-Studiendekan Prof. Hermann Haller.

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Der Vorschlag von Uni-Präsident Prof. Erich Barke stößt in der Medizinischen Hochschule Hannover auf offene Ohren.

Quelle: Frank Radel

Hannover. Er kündigte am Mittwoch an, den Vorschlag Barkes in der MHH-Professorenschaft zum Thema zu machen.

Der Chef der Leibniz-Uni hatte angeregt, dass seine Kollegen pro Jahr 1000 Euro aus ihrem Privatvermögen zahlen könnten, um finanziell schlechter gestellten Studenten die Studiengebühren in gleicher Höhe zu finanzieren. Eine Mail mit diesem Anliegen hatte Barke an die rund 340 Uni-Professoren verschickt. Der Aufruf sei als interne Diskussionsgrundlage gedacht gewesen, sagt Sprecherin Stefanie Beier.

Die politische Opposition von SPD, Grünen und Linksfraktion im Landtag wertete den Vorstoß Barkes als Indiz dafür, dass das Studiengebührensystem in Niedersachsen gescheitert sei. Er selbst hatte dagegen stets betont, dass die Gebühreneinnahmen der Leibniz-Uni von rund 13 Millionen Euro unverzichtbar für die Finanzierung der Lehre seien. Weil die aktuellen Stipendiensysteme nach Barkes Meinung nicht genug Unterstützung für sozial Bedürftige bieten, sucht er nach neuen Lösungen, um diese von den Zahlungen zu entlasten. „Die Grundidee ist gut“, sagt der Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Udo-Klaus Schmitz. Es sei aber sinnvoll, einen solchen Stipendienfonds auf eine „breitere Basis“ zu stellen. Neben Professoren könnten Vertreter aus der Stadtgesellschaft einzahlen, schlägt er vor.

Auch MHH-Studiendekan Haller betont, dass die Gebühren die Lehre verbesserten. Die Stipendiensysteme aber müssten ausgebaut werden. Eine Variante, bei der MHH-Professoren bereits mit privatem Geld Stipendien finanzieren, soll im Oktober starten. Fünf Kollegen seien bereit, im Rahmen des zur Hälfte vom Bund geförderten „Deutschlandstipendiums“ je 1800 Euro pro Jahr zu zahlen, sagt Haller. Allerdings steht aufgrund der Vorgaben nicht die soziale Bedürftigkeit der Bewerber im Vordergrund. Einen ähnlichen Weg geht die Fachhochschule Hannover (FHH): Ebenfalls fünf Professoren beteiligen sich am Deutschlandstipendium – nicht mit privatem Geld, sondern mit eingeworbenen Forschungsmitteln. Zudem gibt es ein eigenes FHH-Programm, mit dem pro Jahr bis zu 30 Stipendien gewährt werden.

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Ungewöhnliches Stipendienprogramm
Prof. Erich Barke.

Mit einer ungewöhnlichen Aktion will Uni-Präsident Prof. Erich Barke Stipendien für Studenten finanzieren: Per Mail hat er alle rund 340 Professoren und Professorinnen der Leibniz-Uni angeschrieben und sie um Spenden von 1000 Euro pro Jahr aus ihrem Privatvermögen gebeten.

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