Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt MHH-Dekan begrüßt Spenden für Studenten
Hannover Aus der Stadt MHH-Dekan begrüßt Spenden für Studenten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:31 10.08.2011
Von Juliane Kaune
Der Vorschlag von Uni-Präsident Prof. Erich Barke stößt in der Medizinischen Hochschule Hannover auf offene Ohren. Quelle: Frank Radel
Anzeige
Hannover

Er kündigte am Mittwoch an, den Vorschlag Barkes in der MHH-Professorenschaft zum Thema zu machen.

Der Chef der Leibniz-Uni hatte angeregt, dass seine Kollegen pro Jahr 1000 Euro aus ihrem Privatvermögen zahlen könnten, um finanziell schlechter gestellten Studenten die Studiengebühren in gleicher Höhe zu finanzieren. Eine Mail mit diesem Anliegen hatte Barke an die rund 340 Uni-Professoren verschickt. Der Aufruf sei als interne Diskussionsgrundlage gedacht gewesen, sagt Sprecherin Stefanie Beier.

Die politische Opposition von SPD, Grünen und Linksfraktion im Landtag wertete den Vorstoß Barkes als Indiz dafür, dass das Studiengebührensystem in Niedersachsen gescheitert sei. Er selbst hatte dagegen stets betont, dass die Gebühreneinnahmen der Leibniz-Uni von rund 13 Millionen Euro unverzichtbar für die Finanzierung der Lehre seien. Weil die aktuellen Stipendiensysteme nach Barkes Meinung nicht genug Unterstützung für sozial Bedürftige bieten, sucht er nach neuen Lösungen, um diese von den Zahlungen zu entlasten. „Die Grundidee ist gut“, sagt der Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Udo-Klaus Schmitz. Es sei aber sinnvoll, einen solchen Stipendienfonds auf eine „breitere Basis“ zu stellen. Neben Professoren könnten Vertreter aus der Stadtgesellschaft einzahlen, schlägt er vor.

Auch MHH-Studiendekan Haller betont, dass die Gebühren die Lehre verbesserten. Die Stipendiensysteme aber müssten ausgebaut werden. Eine Variante, bei der MHH-Professoren bereits mit privatem Geld Stipendien finanzieren, soll im Oktober starten. Fünf Kollegen seien bereit, im Rahmen des zur Hälfte vom Bund geförderten „Deutschlandstipendiums“ je 1800 Euro pro Jahr zu zahlen, sagt Haller. Allerdings steht aufgrund der Vorgaben nicht die soziale Bedürftigkeit der Bewerber im Vordergrund. Einen ähnlichen Weg geht die Fachhochschule Hannover (FHH): Ebenfalls fünf Professoren beteiligen sich am Deutschlandstipendium – nicht mit privatem Geld, sondern mit eingeworbenen Forschungsmitteln. Zudem gibt es ein eigenes FHH-Programm, mit dem pro Jahr bis zu 30 Stipendien gewährt werden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Container-Ärger an der Oper: Ausgerechnet auf Hannovers schönstem Platz stehen seit Mittwoch Baucontainer. Nicht nur Geschäftsleute in der City empören sich darüber.

Mathias Klein 10.08.2011

Nachdem das Verwaltungsgericht Hannover die Vergabepraxis der Stadt bei der Sammlung von Altkleidern für rechtswidrig erklärt hat, schlagen die Grünen vor, das Geschäft mit den Textilien in die Hand des kommunalen Entsorgers aha zu legen. „Die Erlöse daraus kämen dem Gebührenhaushalt zugute und würden zur Arbeitsplatzsicherung beitragen“, sagt Ratsfrau Maaret Westphely.

Felix Harbart 10.08.2011

Ein 15-jähriges Mädchen soll in einer Wohnung in Hainholz zur Prostitution gezwungen worden sein. Die Polizei befreite die Schülerin aus Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein am Mittwoch vergangener Woche aus einer Wohnung in der Fenskestraße.

11.08.2011
Anzeige