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Kleinster Schrittmacher der Welt eingesetzt

MHH Kleinster Schrittmacher der Welt eingesetzt

Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover haben als erste in Niedersachsen einer Patientin den aktuell kleinsten Herzschrittmacher der Welt eingesetzt. Das Gerät ist nur so groß wie eine Vitamintablette, dennoch soll die Batterieleistung rund zehn Jahre ausreichen.

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Zufrieden: Patientin Inge König mit den Ärzten Christian Veltmann und Prof. Johann Bauersachs.

Quelle: MHH/Kaiser

Hannover . Die sogenannte Kardiokapsel kommt deshalb – anders als konventionelle Herzschrittmacher – ohne Kabel aus, die aus dem Körper hinausführen und sie mit einem Stromaggregat verbinden.

Patientin Inge König aus Garbsen litt vor dem Eingriff durch ihren stark verlangsamten Herzschlag unter Schwindel­attacken. Der Versuch, einen gewöhnlichen Herzschrittmacher einzusetzen, war in einer anderen Klinik misslungen. Jetzt reagiert der kleine Schrittmacher auf die Aktivität der 75-Jährigen und passt seine Tätigkeit automatisch an. „Die Kapsel wird von der Herzinnenhaut überwachsen.

Nach zehn Jahren würde man ein zweites Gerät danebensetzen“, erläutert Oberarzt Christian Veltmann von der Klinik für Kardiologie und Angiologie. Klinikdirektor Prof. Johann Bauersachs berichtet, dass das System mit winzigen Titanärmchen in der Herzwand verankert wird und über einen Pol an der Spitze des Gerätes die elektrischen Impulse für die Herzaktivität abgibt. Der Eingriff dauere im Schnitt zwischen 30 und 45 Minuten. Der Minischrittmacher sei für MRT-Untersuchungen aller Körperregionen zugelassen und ermögliche den Patienten damit die Nutzung der fortschrittlichsten diagnostischen Bildgebungsverfahren.

Das Micra Transcatheter Pacing System, so der offizielle Name, ist erstmals 2013 in Österreich eingesetzt worden. In Deutschland dürfen acht Zentren die Geräte implantieren. Da die Kardiokapsel nur in einer Herzkammer stimuliert, eignet sie sich nur für einen Teil der Herzpatienten. Aktuell tragen die Krankenhäuser die hohen Kosten von rund 7500 Euro pro Gerät. „Wir wollen als Uni-Klinik diese Technologie mitgehen und verhandeln mit den Kassen über eine Übernahme“, sagt Veltmann.

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