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MHH-Notaufnahme stellt Hausärzte an

Patientenzahl stark gestiegen MHH-Notaufnahme stellt Hausärzte an

In der Notaufnahme der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) arbeiten künftig dauerhaft auch Hausärzte. Die Uniklinik reagiert damit auf die Tatsache, dass zunehmend Menschen mit leichteren Symptomen Notfalluntersuchungen in Anspruch nehmen und im Anschluss nicht stationär aufgenommen werden müssen.

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Vor Veränderungen: Die Notaufnahme in der MHH. Foto: Eberstein

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. „Nicht jeder Patient, der in die Notaufnahme kommt, muss von einem hochspezialisierten Facharzt versorgt werden. In vielen Fällen handelt es sich um Krankheitsbilder, die durch einen Hausarzt ambulant behandelt werden können“, sagt MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg. Klinik-Internisten, Unfallchirurgen, Neurologen und andere Spezialisten könnten sich künftig besser auf die fachspezifischen Notfälle konzentrieren.

Die Zahl der Patienten in der Zentralen MHH-Notaufnahme ist in den vergangenen zehn Jahren um rund 60 Prozent gestiegen. Kamen im Jahr 2005 noch rund 30 500 Hilfesuchende, waren es im vergangenen Jahr bereits fast 49 000 Patienten. In einem dreijährigen Modellprojekt waren seit 2013 Allgemeinmediziner neben den Fachärzten in der Zentralen Notaufnahme tätig. Pro Schicht ist ein Hausarzt im Einsatz, leistet je nach Beschwerden Diagnostik und Erstversorgung und zieht bei Bedarf Ärzte anderer Fachdisziplinen hinzu. Die Erfahrungen aus dem von der MHH selbst getragenen Projekt sind positiv.

„Viele Patienten kommen zu ganz normalen Tageszeiten zu uns, obwohl sie mit ihren Beschwerden genauso gut in eine Hausarztpraxis gehen könnten“, berichtet Professor Nils Schneider, Direktor des MHH-Instituts für Allgemeinmedizin. Für die Betroffenen selbst sei das aber oft schwer abzuschätzen. „Ich würde keinem Patienten einen Vorwurf machen.“

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) ist jetzt mit der MHH eine Kooperation eingegangen und beteiligt sich an der Finanzierung des Modells mit jährlich 100 000 Euro. Die Zusammenarbeit fördere den Austausch zwischen Klinikärzten und niedergelassenen Kassenärzten, betont Peter Kalbe, Vorsitzender der KVN-Bezirksstelle Hannover. „Medizinstudenten können an der Seite von erfahrenen Hausärzten in der Notaufnahme lernen. Auch für die Weiterbildung künftiger Hausärzte ist die Kooperation sinnvoll.“

Die Allgemeinärzte sind in Teilzeit werktags von 10 bis 18 Uhr in der MHH angestellt, da in diesem Zeitraum besonders viele ambulante Patienten in die Notaufnahme kommen. Oft arbeiten diese Hausärzte einen Tag pro Woche in der MHH, ansonsten in einer Praxis für Allgemeinmedizin. Einige unterrichten außerdem als Dozenten an der MHH Studenten im Fach Allgemeinmedizin. Die Notaufnahmen von Kinder-, Frauen- und Zahnklinik der MHH sind nicht am Projekt beteiligt.

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