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MHH-Professorin testet Cannabis gegen Tics

1,4 Millionen Euro Unterstützung MHH-Professorin testet Cannabis gegen Tics

Kirsten Müller-Vahl von der MHH hat von der Deutschen Forschungsgemeinschaft fast 1,4 Millionen Euro für ihre Studie „Canna-Tics“ erhalten, in der sie an 96 Patienten mögliche lindernde Effekte von zwei der zahlreichen Cannabis-Wirkstoffe testen will.

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Kirsten Müller-Vahl von der MHH.

Quelle: MHH/Kaiser

Hannover. Manche Patienten können ein nervöses Zucken nicht unterdrücken, andere schneiden Grimassen, ohne dass sie es wollen. Menschen mit Tourette-Syndrom entwickeln ganz unterschiedliche Tics: heftige Bewegungen, Räuspern, Grunzgeräusche oder das Herausschleudern von Beleidigungen. Kirsten Müller-Vahl hat rund 2500 Kinder und Erwachsene mit der auf Außenstehende oft befremdlich wirkenden Krankheit kennengelernt. „Es gibt nicht zwei Menschen mit den exakt gleichen Symptomen“, sagt sie. Die Professorin bietet an der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) die größte Sprechstunde für Tourette-Kranke in Deutschland.

Die Wissenschaftlerin hat jetzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft fast 1,4 Millionen Euro für ihre Studie „Canna-Tics“ erhalten, in der sie an 96 Patienten mögliche lindernde Effekte von zwei der zahlreichen Cannabis-Wirkstoffe testen will. Ende des Jahres wird sie die Teilnehmer aussuchen, doch bereits jetzt haben sich mehr als 50 Interessierte gemeldet. Die Krankenkassen tragen die Kosten für die teuren cannabis-basierte Medikamente bisher meist nicht. Die Studie sehen einige Patienten deshalb als persönliche Chance. Müller-Vahl hofft auf einen Nachweis der Wirksamkeit für Tourette-Kranke, „aber Cannabis-Medikamente helfen möglicherweise bei rund 50 Krankheiten.“

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