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MHH schickt Röntgenbilder aufs iPad

Pilotprojekt MHH schickt Röntgenbilder aufs iPad

Patienten der Medizinischen Hochschule (MHH) können jetzt einen besonders plastischen, unkomplizierten Einblick in ihre eigenen Röntgen- oder Ultraschallbilder nehmen. Möglich macht das die moderne Computertechnik: Ärzte der MHH kommen fortan mit einem iPad ans Krankenbett, um die Befunde zu erläutern.

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Quelle: Frank Radel (Symbolbild)

Hannover. Über ein für diesen Zweck konzipiertes Programm, eine sogenannte App, können die Mediziner auf dem gesamten Hochschulcampus die für den Betroffenen wichtigen Daten jederzeit abrufen, diese in dreidimensionaler Form darstellen und sogar interaktiv variieren – zum Beispiel, um zu zeigen, welche Auswirkungen eine Operation haben kann. „Auf diese Weise können wir unsere Patienten noch genauer aufklären“, sagt Prof. Frank Wacker, Leiter des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Wacker, seit acht Monaten an der MHH, hat die neue Technik an der hannoverschen Hochschulklinik eingeführt. Nach seinen Worten gibt es bundesweit bisher kein anderes Krankenhaus mit einem vergleichbaren Angebot. In einem Pilotprojekt testen die MHH-Mediziner nun die neue App für das iPad, die die Firma Visage Imaging aus Berlin konzipiert hat. „Die App ist ideal für Kolleginnen und Kollegen aus allen Fachabteilungen, die rasch und unabhängig von einem festen Bildschirmarbeitsplatz am Krankenbett oder im Operationssaal radiologische Bilder und Befunde benötigen“, erklärt Wacker. Zwar sei es auch bisher möglich gewesen, digitalisierte Aufnahmen am Krankenbett zu zeigen.

Doch die dafür zur Verfügung stehende Technik sei deutlich aufwendiger. Die mobilen Laptops, die die Ärzte mit in die Patientenzimmer genommen haben, hätten zuvor an verschiedenen in der MHH verteilten Ladestation mit den Daten gespeist werden müssen. Die App-Programme dagegen seien drahtlos auf die iPads übertragbar. Zudem sei die Qualität der Aufnahmen erheblich besser und die Darstellung viel variantenreicher – bis hin zur Interaktion durch das direkte Berühren des Bildschirms. Über ein spezielles Anmeldesystem sei der Datenschutz gewährleistet.

Wacker und seine Partner aus der Industrie arbeiten bereits daran, ein System zu entwickeln, mit dem auch niedergelassene Ärzte direkten Zugriff auf die Apps mit den Patientenaufnahmen erhalten können. Neben technischen Fragen seien aber noch die Erfordernisse des Datenschutzes zu klären, sagt der Radiologe. Er rechnet damit, dass es in etwa einem Jahr so weit sein könnte. Wann auch Patienten über ihr privates iPad auf die eigenen Röntgenbilder zugreifen können, vermag Wacker noch nicht zu sagen. Dafür müsse die Datenschutzproblematik noch umfangreicher geprüft werden.

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