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MHH strukturiert ihre Psychiatrie um
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Medizin MHH strukturiert ihre Psychiatrie um

Die MHH bündelt ihre Kräfte, um die zunehmende Zahl von Patienten mit psychischen Erkrankungen bewältigen zu können. Die Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie wird dafür umstrukturiert.

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Die MHH will ihre Psychiatrie umstrukturieren.

Quelle: Martin Steiner

Hannover. Geplant ist, die bisher an zwei Standorten bestehenden Institutsambulanzen – auf dem MHH-Campus und in der Podbielskistraße 158 – zum 1. April komplett in die MHH zu verlagern. Die drei Tageskliniken hingegen sollen in der Podbielskistraße zusammengefasst werden.

„Mit der Bündelung der Institutsambulanzen können wir die Kompetenzen auf dem Campus bündeln und die Angebote für Patienten deutlich verbessern“, begründet Prof. Stefan Bleich, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, die Neuorganisation. Dadurch sollen mehr Gruppenangebote etwa für Patienten mit Depressionen, Suchterkrankungen oder Demenzen geschaffen werden. Auch viele Spezialsprechstunden, darunter für Mütter mit Schwangerschaftsdepressionen oder Patienten mit Tourette-Syndrom, sollen ab April auf dem Klinik-Campus konzentriert werden. Die Erfahrung habe gezeigt, dass es wenig sinnvoll sei, zwei organisatorische Einheiten mit zum Teil identischen Aufgaben an zwei Standorten aufrechtzuerhalten, sagt Bleich. In den Institutsambulanzen der MHH werden pro Jahr rund 1000 Patienten mit schweren, oft chronischen psychischen Erkrankungen ambulant behandelt.

Die „Sozialpsychiatrische Tagesklinik“ und die „Lister Tagesklinik“, beide am Standort Podbielskistraße 158 mit insgesamt 20 Plätzen, sollen mit der zurzeit noch auf dem MHH-Gelände gelegenen „Tagesklinik zur Behandlung von Suchterkrankungen“ in der List zusammengefasst werden. Geplant ist, die Zahl der Behandlungsplätze in dem neuen „Tagesklinischen Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie“ wenigstens zu verdoppeln. Inwieweit dies gelingt, ist offen; zurzeit laufen die Verhandlungen mit den Krankenkassen.

„Dieses neue Kompetenzzentrum zur tagesklinischen Behandlung seelischer Erkrankungen ist eine Innovation in Hannover und ein absolutes Novum“, erklärt Prof. Bleich. Hier sollen auch Patienten mit gerontopsychiatrischen Erkrankungen behandelt werden. Zusätzlich zur Ergotherapie und Arbeitstherapie wird nach Angaben Bleichs die Psychotherapie ein neuer Schwerpunkt.

Die sozialpsychiatrische Beratungsstelle, die die MHH in der Podbielskistraße 158 unter dem Dach der Region Hannover anbietet, bleibt unverändert bestehen.

Auch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wunstorf hat ihr Angebot erweitert: Ende 2012 wurde in der zum Klinikum Region Hannover zählenden Einrichtung eine Tagesklinik mit neun Plätzen für ältere Kinder und Jugendliche von 13 bis 18 Jahren eröffnet. Sie ergänzt die bestehende Tagesklinik für Vier- bis Zwölfjährige. Die Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie verfügt nun über 30 stationäre und 18 tagesklinische Behandlungsplätze.

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