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MHH wehrt sich gegen Kritik an Institutsmitarbeiter

Experte MHH wehrt sich gegen Kritik an Institutsmitarbeiter

Die Medizinische Hochschule hat die Kritik an einem technischen Mitarbeiter des Instituts für Arbeitsmedizin wegen seiner angeblich vorgetäuschten akademischen Laufbahn zurückgewiesen. Der technischer Mitarbeiter habe irrtümlich als Projektleiter firmiert. Wolfgang Rosenberger genieße „Hohe Wertschätzung seiner Vorgesetzten“.

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Quelle: Droese/Archiv

Hannover. Die Medizinische Hochschule hat die Kritik an einem technischen Mitarbeiter des Instituts für Arbeitsmedizin wegen seiner angeblich vorgetäuschten akademischen Laufbahn zurückgewiesen. Wolfgang Rosenberger sei ein langjähriger technischer Mitarbeiter der MHH mit einer herausragenden Expertise im Thema der Luftschadstoffmessung. „Er hat nie behauptet, Akademiker zu sein“, teilte MHH-Präsident Christopher Baum mit. Die „Welt am Sonntag“ und die HAZ hatten berichtet, Rosenberger habe weder Abitur noch ein abgeschlossenes Studium, werde aber regelmäßig von der Luftfahrtbranche als Experte der MHH und als Wissenschaftler wahrgenommen.

Die Hochschule selbst bezeichnete allerdings den Techniker Rosenberger in ihren Publikationen mehrfach als „Projektleiter“ - und verstärkte auf diese Weise den Eindruck, bei dem 51-Jährigen handele es sich um einen akademisch geschulten Wissenschaftler. Diesen Fehler räumte die MHH am Montag in einer Stellungnahme auch ein. „Die hohe Wertschätzung seiner Vorgesetzten hat leider zu Fehlern in unseren Forschungsberichten geführt. Dies bedauern wir sehr“, sagt Hochschulpräsident Baum. Richtig sei vielmehr, dass sämtliche Forschungsprojekte des Instituts für Arbeitsmedizin von Professorin Renate Wrbitzky geleitet würden. Wolfgang Rosenberger leitet innerhalb des Instituts das analytisch-toxikologische Labor.

Dort beschäftigt sich Rosenberger seit Jahren intensiv mit Schadstoffmessungen in der Luft, unter anderem in Flugzeugkabinen. Die Luft an Bord einer Passagiermaschine wird vielfach dafür verantwortlich gemacht, Gesundheitsschäden hervorzurufen. Wie die MHH mitteilt, hat das Institut für Arbeitsmedizin gemeinsam mit Technikern der Lufthansa einen sogenannten „Messkoffer“ für die Arbeit in den Kabinen entwickelt. Bei diesen Messungen sind Luftinhaltsstoffe nachgewiesen worden, die sich „üblicherweise in ähnlichen Konzentrationen in Innenräumen finden lassen“.

Rosenberger ist Teil eines Forschungsteams, das die bislang größte Studie zur Kabinenluft vorlegen soll. Geleitet wird die Forschergruppe von Sven Schuchardt vom Fraunhofer Institut in Hannover. Erste Ergebnisse sollen im November der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

MHH-Präsident Baum betonte in seiner Stellungnahme die sehr große Bedeutung technischer Mitarbeiter in der Wissenschaft. „Aus gutem Grund gehört zur gängigen wissenschaftlichen Praxis, erhobene Daten und Fakten nicht über persönliche Angriffe gegen die Urheber oder ein Mitglied aus dem Team der Urheber zu hinterfragen, sondern über inhaltliche Kritik“, erklärte Hochschulleiter Baum.

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