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„Jetzt sind wir wieder die Kleinsten!“

Die "HAZ-Schulexperten" „Jetzt sind wir wieder die Kleinsten!“

Seit ihrer Einschulung trifft sich die HAZ einmal im Jahr mit Magali und Chanel zum großen Ferieninterview. Für die beiden ist die Grundschulzeit nun vorbei – ab September geht es aufs Gymnasium. Vor vier Jahren war Schule noch „pippieinfach“ – so locker sehen es die beiden heute nicht mehr.

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Magali Domeier (9) und Chanel Mai Pham (10) haben ihren ersten Abschluss im Ranzen.

Quelle: Körner

Chanel: Was wird denn der erste Satz von dem Text sein?

Na, das könnt ihr doch bestimmen.

Chanel: Dann: Mehr Sechsen!

Das musst Du jetzt erklären.

Chanel: Das Gymnasium wird ja jetzt schwieriger – und da habe ich schon ein bisschen Angst, dass ich da Fünfen oder Sechsen bekomme.

Was ist denn am Gymnasium anders als an der Grundschule?

Chanel: Da gibt es – glaube ich – weniger so Spielsachen.

Magali: Die Sachen, die man lernt, sind nicht mehr so einfach, die Lehrer sind strenger, man hat weniger Pausen.

Das sind die "HAZ-Schulexperten"

Magali Domeier (9) und Chanel Mai Pham (10) haben ihren ersten Abschluss im Ranzen: Die Zeit an der Grundschule Wasserkampstraße in Kirchrode ist vorbei. Ab September gehen sie zusammen auf die Elsa-Brändström-Schule. An der Schule mögen sie die Pausen am meisten: Dann spielen sie TipTop, Pferd oder „quasseln“ einfach. Magali tanzt Ballett und spielt sonst mit Vorliebe mit ihrem Holzpferd im Garten, Chanel ist Turnerin und nimmt Gitarrenunterricht. Die HAZ trifft die Mädchen bereits seit 2011, um über die Schule zu diskutieren. Bis zum Abitur wollen die beiden die Interviewreihe fortsetzen – das sagen sie jetzt zumindest.

Auf welches Gymnasium geht ihr denn jetzt? Kann man sich das einfach so aussuchen?

Magali: Leider nicht. Es gab so bestimmte Tage, da konnte man sich die Schulen angucken, da wurde was erklärt und Kuchen gebacken, damit man einen guten Eindruck von der Schule bekommt. Und wenn einem das gefallen hat, konnte man sich für die Schule anmelden.

Welche Schulen hast du dir denn angeguckt?

Magali: Ich habe mir die Elsa-Brändström-Schule, Wilhelm-Raabe-Schule, die Tellkampf- und die Bismarckschule angeguckt. Auf die katholische St.Ursula-Schule wollte ich doch nicht – da muss man dauernd in der Kirche sitzen und beten. Dazu habe ich keine Lust. Ich gehe jetzt auf die Elsa!

Chanel: Ich auch – wir wollen am Liebsten in eine Klasse.

Warum die Elsa?

Magali: Die Schule ist ja ein Neubau – und als ich da hinkam, fand ich die total hell und freundlich. Die Lehrer, die wir da getroffen haben, waren auch richtig nett. Die Klassenzimmer und die Turnhalle waren auch voll schön – ich hab mich da gleich wohlgefühlt.

Chanel: Und da gibt es Turnangebote!

Das Gymnasium werdet ihr ja sehr lange besuchen ...

Magali: Ja, das haben die geändert. Wir gehen dann 13 Jahre zur Schule. Das Gute ist, dass wir dann nicht so gehetzt sind und so viel machen müssen.

War das denn jetzt manchmal schon so?

Magali: Manchmal hat die Lehrerin gesagt: „Macht jetzt noch das, das und das – und wenn ihr die halbe Pause durcharbeiten müsst, egal!“. Die war ganz gehetzt. Da war es manchmal auch egal, ob wir das verstanden haben oder nicht.

Eure Zeugnisse habt ihr ja schon seit ein paar Wochen, weil ihr Euch damit bei den Schulen beworben habt. Wollen wir über Zeugnisse reden – oder lieber nicht?

(Magali rümpft die Nase etwas).

Kein gutes Thema?

Magali: Doch, doch. So lange wir nicht über Mathe reden ...

Hmm, das würde ich jetzt aber gern genauer wissen ...

Magali: Ach, dieses dusselige Gerechne! Ich hab da auch nur eine 3.

Chanel: Ich liiiiiiebe Mathe!

Magali: Boah, Chanel.

Was habt ihr denn in Mathe gemacht dieses Jahr?

Chanel: Geteilt – und wie man Geteilt-Aufgaben untereinander rechnet. Und wie man Mal-Aufgaben untereinander rechnet.

Magali: Können wir jetzt das Thema wechseln?

Magali, was hast du denn da auf der Hand stehen?

Magali: Gummiband und große Tüte.

Ein Einkaufszettel?

Magali: Nee – nur eine Erinnerung. Wir sollen das in die Schule mitnehmen, um unsere ganzen Sachen wegzuräumen.

(Magali gähnt)

Müde?

Magali: Ja, ich habe zu lange gelesen gestern Nacht. Können wir das Interview kurz unterbrechen? Ich brauche mal Bewegung.

Absolut!

Chanel: Wir zeigen dir, was wir in der Pause immer auf dem Hof spielen!

(Rennen durch die Eingangshalle der Grundschule raus auf den Pausenhof zum Klettergerüst)

Chanel: Ach, weißt du noch, wie wir früher hier spielten?

Was meinst du denn mit „früher“?

Chanel: Also in der ersten Klasse waren wir mehr hier klettern und haben immer die Käserolle gemacht. (Anmerkung: Ein Kunststück, bei dem sich beide an der Reckstange ineinander verschränkt um die eigene Achse drehen.)

Magali: Jetzt ist das hier aber immer so voll mit Erstklässlern. Chanel, stolperst du auch immer über die?

Chanel nickt.

Das klingt jetzt aber fies.

Magali: Diese Erstklässler gehen mir ja nur bis hier (zeigt bis zum Bauchnabel). Aber jetzt sind wir ja im Gymnasium auch wieder die Kleinsten.

Wie fühlt sich das an?

Magali: Ach, das ist okay. Die größeren Kinder sind bestimmt nett.

Chanel: Aber die gucken vielleicht auf uns herab. Also ich habe ein bisschen Sorge, dass ich da ausgeschlossen werde. Aber man sollte dann einfach neue Freunde finden.

Wie findet man denn Freunde?

Magali: ... man gibt ein gutes Bild von sich.

Chanel: Man sagt einfach: „Hallo, wie heißt du?“. Ist einfach ganz freundlich und spielt dann mit den anderen Kindern in der Pause.

Was spielt ihr denn gerade so auf dem Hof?

Magali: Ganz einfach: Wir machen so, so und so (hakt sich bei Chanel unter, steht auf und geht los) – und dann quasseln wir einfach!

Jetzt habt ihr die Gelegenheit, noch etwas loszuwerden...

Chanel: Wie meinst du das?

Also ihr könnt noch etwas an alle sagen.

Chanel: Dann möchte ich allen hier an der Wasserkampschule sagen: Ich werde Euch vermissen!

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