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Aus der Stadt Hannoveraner stirbt bei Angelausflug in Norwegen
Hannover Aus der Stadt Hannoveraner stirbt bei Angelausflug in Norwegen
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21:56 26.09.2016
Kriminaltechniker untersuchen das Haus, in dem die drei Männer während ihres Angelurlaubs wohnten. Quelle: dpa
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Oslo/Hannover

Zusammen mit einem dritten Bekannten aus Hamburg wollten die beiden Hannoveraner auf der Insel Urlaub machen und angeln. Ersten Ermittlungen zufolge sind die drei Angler am Sonnabend auf der Insel im Boknafjord in Südwestnorwegen angekommen.

Was in der Nacht auf Sonntag geschah, ist noch unklar. Gegen 4  Uhr soll einer der drei Urlauber bei einem Nachbarn erschienen sein und um Hilfe für seinen Bekannten gebeten haben. Laut Polizei entdeckten die alarmierten Rettungskräfte bei der Untersuchung des Toten Unregelmäßigkeiten und informierten deshalb die Behörden. Der 55-Jährige und sein 58-jähriger Bekannter aus Hamburg wurden daraufhin verhaftet. 

Woran der 57-jährige Hannoveraner starb, ist noch unklar. „Wir wissen die Todesursache noch nicht, also können wir auch noch nicht mit Gewissheit sagen, ob es sich um eine Straftat handelt“, sagte Polizeisprecherin Anne Mette Dale dem „Stavanger Aftenblad“. Der Tote sollte im Laufe des gestrigen Tages obduziert werden, die Staatsanwaltschaft rechnet jedoch erst in einigen Tagen mit einem endgültigen Ergebnis.

Der 58-jährige Hamburger ist seit gestern wieder frei. Er konnte den Beamten glaubhaft machen, dass er zum Zeitpunkt des Todes seines Bekannten schlief. Der 55-Jährige indes soll heute vor den Haftrichter in der Provinzhauptstadt Stavanger treten. Ihm wird schwere Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

Seine Rechtsanwältin Inger Marie Sunde geht davon aus, dass sich der Fall für ihren Mandanten schnell aufklären wird. „Er sagt, er habe von dem ganzen Vorfall nichts mitbekommen“, sagte die Juristin der HAZ. Die Polizei habe den 55-Jährigen nach dem Tod des Anglers nur deswegen festgenommen, um dessen Ausreise nach Deutschland zu verhindern, bis der Fall geklärt sei.

„In Norwegen sind die Hürden für eine Inhaftierung deutlich niedriger als beispielsweise in Deutschland“, sagt Sunde. Sie ist davon überzeugt, dass die Ermittlungen ergeben werden, dass der Angler durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. „Mein Mandant ist unendlich traurig, weil er einen guten Freund verloren hat“, sagt die Rechtsanwältin.

Für einen Unfall mit tödlichem Ausgang spricht auch die Aussage eines Zeugen. Der Deutsche Ingolf D. hatte eine Hütte in der Nähe der drei Angler gemietet. Die Männer hätten an dem Abend Alkohol getrunken, berichtet er dem norwegischen Fernsehsender NRK. Irgendwann sei einer der drei aus dem Haus gegangen, gestolpert und mit dem Kopf aufgeschlagen.

Die Ermittler wollten diese Darstellung weder dementieren noch bestätigen. Sie hoffen nun, mithilfe von Spuren am Fundort und den Aussagen von Zeugen die Geschehnisse rekapitulieren zu können.

Ombo ist eine beliebte Urlaubsinsel. „Bei unseren hannoverschen Anglern steht Norwegen als Reiseziel ganz oben“, sagt Heinz Pyka, Vorsitzender des Fischereivereins.

Tobias Morchner/Isabel Christian

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