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Aus der Stadt Mann aus Letter verhaftet – ist er der Todesschütze?
Hannover Aus der Stadt Mann aus Letter verhaftet – ist er der Todesschütze?
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19:56 26.04.2017
Beamte mit Maschinenpistolen sicherten am Dienstag die Durchsuchung eines Gebäudes in Langenhagen. Quelle: Bismark
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Hannover

Ist der spektakuläre Fall von Blutrache in Visselhövede aufgeklärt? Die Polizei hat bei europaweit koordinierten Razzien am Dienstag in Seelze einen 22-jährigen Albaner festgenommen. Anfang Januar war ein 46-jähriger Landsmann in Visselhövede von zwei Unbekannten auf einem Motorrad niedergeschossen worden. Er starb wenig später an seinen schweren Verletzungen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Verden ist der nun Festgenommene geständig. „Er hat seine Beteiligung an der Tat eingeräumt“, sagt der Erste Staatsanwalt Lutz Gaebel. Allerdings ist offen, ob es sich bei ihm um den Motorradfahrer oder den Todesschützen handelt. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ macht Gaebel dazu momentan keine Angaben.

Mann in Untersuchungshaft

Nach HAZ-Informationen wurde der 22-Jährige bei dem Polizeieinsatz am Dienstag in einer Wohnung im Seelzer Ortsteil Letter gefasst. Mittlerweile sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft, gegen ihn wird wegen des Verdachts des gemeinschaftlich begangenen Mordes ermittelt.

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Fotostrecke Langenhagen: Polizei-Großaufgebot durchsucht Asylbewerberheim

105 Polizisten hatten am Dienstag zeitgleich mehrere Objekte in deutschen Städten durchsucht – darunter jeweils zwei in Langenhagen, Laatzen und Seelze. In Langenhagen traf es unter anderem ein Flüchtlingsheim an der Hackethalstraße. Außerdem untersuchten die Ermittler Wohnungen in Leipzig und Dortmund. Gleichzeitig wurden mehrere Objekte in Amsterdam und im Bezirk Haarlem durchsucht. In Nordalbanien sowie in der Hauptstadt Tirana drang die Polizei in 13 Objekte vor.

In den Niederlanden wurde zunächst ebenfalls ein Mann festgenommen. „Ein dringender Tatverdacht konnte aber nicht begründet werden“, sagt Staatsanwalt Gaebel. Daher sei er inzwischen wieder auf freiem Fuß. Insgesamt habe die Polizei jedoch „umfangreiches Beweismaterial sichergestellt“. Darüber hinaus entdeckten die Ermittler auch mehr als ein Kilogramm Marihuana, etwa 30 Gramm Kokain sowie Bargeld in fünfstellige Höhe. „Es besteht der Verdacht, dass es sich um Drogengeld handelt“, sagt Gaebel.

Spur führte nach Hannover

Die Tat ist am 9. Januar verübt worden. Das Opfer, ein 46-jähriger Albaner, wurde vor einer Grundschule in Visselhövede niedergeschossen. Wie die Polizei herausfand, hatte der Mann in seinem Heimatland einen Menschen getötet und bereits eine Haftstrafe abgesessen. Der Familie des Opfers reichte diese Strafe jedoch offenbar nicht aus – sie kündigte Blutrache an.

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Ein 46-jähriger Mann wurde in Visselhövede durch mehrere Schüsse, die von einem Motorrad abgegeben wurden, getötet.

Das für die Tat in Visselhövede genutzte Motorrad hatte ein hannoversches Kennzeichen und wurde wenig später gefunden. Laut Polizei ist die Maschine tatsächlich in der Landeshauptstadt gekauft worden. Außerdem waren bereits am 6. Januar drei Männer und eine Frau aufgefallen, als sie in Obernkirchen im Kreis Schaumburg ein Motorrad kaufen wollten. Die Polizei vermutet daher, dass diese Gruppe für die Blutrache verantwortlich ist. Erster Staatsanwalt Gaebel: „Die Ermittlungen auch gegen weitere Verdächtige dauern an.“

Von Peer Hellerling

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