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Mann erwürgt Frau – Fall nach 24 Jahren gelöst

Mumifizierte Leiche entdeckt Mann erwürgt Frau – Fall nach 24 Jahren gelöst

24 Jahre nach dem Tod einer 26-jährigen Hannoveranerin hat die Polizei die mumifizierte Leiche der Frau gefunden. Der heute 52-jährige Ehemann gesteht, sie damals im Streit erwürgt zu haben. Die Frau war 1992 verschwunden. Erst 21 Jahre später gab die Familie eine Vermisstenanzeige auf. 

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Quelle: dpa/Polizei (Montage)

Hannover. Ermittlungserfolg 24 Jahre nach dem Verschwinden: Die mumifizierte Leiche einer 1992 getöteten Frau ist in einem Metallfass gefunden worden. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Hannover in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten, hatte der heute 52-jährige Ehemann des Opfers zuvor gestanden, seine Frau damals in einem Streit erwürgt zu haben. 

Am 10. Februar 1992 war die im Stadtteil Mitte lebende, damals 26 Jahre alte Franziska Sander letztmalig gesehen worden. Hinweise auf eine Straftat zum Nachteil der Verschwundenen soll es zum damaligen Zeitpunkt nicht gegeben haben. Vielmehr hieß es, dass Sander sich von ihrem Mann getrennt hatte und ins Ausland gezogen war. 

Frau erst 2013 als vermisst gemeldet

Erst 2013 wandte sich die Familie an die Polizei und erstattete Vermisstenanzeige.  Daraufhin nahm die Kriminalpolizei Hannover ihre Ermittlungen auf. Es folgten umfangreiche Überprüfungen und Recherchen – unter anderem zahlreiche Vernehmungen im Umfeld der Frau.

Als sich der Ehemann im Rahmen einer Vernehmung im Frühjahr 2016 in Widersprüche verstrickte, geriet er in den Fokus der Ermittlungen. Beamte des Zentralen Kriminaldienstes suchten den seit geraumer Zeit in Neumünster (Schleswig-Holstein) lebenden 52-Jährigen Mitte September auf. Nachdem sie ihn mit ihrem Verdacht konfrontiert hatten, gestand er, seine damalige Ehefrau während eines Streits erwürgt zu haben.

Er schilderte zudem, sie nach der Tat in Hannover in ein Metallfass gelegt und dieses zugeschweißt zu haben. Das Fass, so seine weitere Aussage, nahm er bei seinem Umzug mit nach Neumünster und stellte es in eine von ihm angemietete Garage. Am 13. September fanden die Polizisten in dieser Garage ein Metallfass mit den sterblichen Überresten der Frau und nahmen sie den Tatverdächtigen fest.

Totschlag verjährt nach 20 Jahren

Die juristische Bewertung durch die Staatsanwaltschaft Hannover ergab, dass die Tat derzeit als Totschlag bewertet werden muss. Da Totschlag nach 20 Jahren verjährt und die Tat bereits 24 Jahre zurückliegt, musste der Beschuldigte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen werden.

Dennoch versuchen die Beamten weitere Hintergründe der Tat in Erfahrung zu bringen. Die Polizei sucht daher Personen, die früher Kontakt zu Franziska Sander hatten und bitten sie, sich mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 in Verbindung zu setzen.

Die Getötete, Franziska Sander, wohnte von 1982 bis 1985 in einem Frauenwohnheim der Caritas, Ellernstraße 28, im hannoverschen Zooviertel. Anschließend lebte sie bis zu ihrem Verschwinden 1992 mit ihrem späteren Ehemann (Hochzeit 1988) unter der Adresse Lavesstraße 16 in Hannover zusammen.

ewo

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