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Aus der Stadt 36-Jähriger in Sushi-Imbiss erstochen
Hannover Aus der Stadt 36-Jähriger in Sushi-Imbiss erstochen
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21:23 11.05.2017
Von Michael Zgoll
Der Asia-Imbiss im A2-Center ist nach dem Vorfall abgesperrt. Quelle: Elsner
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Altwarmbüchen

Bei einem Streit zwischen zwei Männern in einem Asia-Imbiss im Altwarmbüchener A 2-Einkaufszentrum ist am Montag einer der Kontrahenten getötet worden. Nach Angaben der Polizei starb der Mann nach der Auseinandersetzung in einer Filiale der Sushi-Kette „Lahuo“ an seinen Stichverletzungen.

Für den Mitarbeiter des Imbisses kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 36-jährigen Restaurantangestellten feststellen. Der mutmaßliche Täter versuchte zu fliehen, konnte aber in der Nähe des Restaurants festgenommen werden.

Tötungsdelikt im A 2-Einkaufs-Center in Altwarmbüchen.

Den Beamten, die als erste am Tatort eintrafen, bot sich ein gespenstisches Bild. Auf den Tischen hatten die Gäste der Sushi-Bar ihre halbvollen Teller stehen gelassen, als sie vor Angst aus dem Lokal flüchteten. Über die Hintergründe der Bluttat ist bislang noch nicht viel bekannt. Nach bisherigen Erkenntnissen entzündete sich der Streit zwischen den beiden Vietnamesen gegen 14.30 Uhr in einem Raum im hinteren Teil des Restaurants. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der 29-Jährige plötzlich ein Messer an sich genommen und damit auf den 36-Jährigen eingestochen haben. Anschließend rannte er aus dem Lokal. Unbestätigten Informationen zufolge fassten ihn Zeugen, die hinter ihm hergelaufen waren.

Imbiss mehrere Stunden lang abgesperrt

Gäste verständigten die Polizei und die Rettungskräfte. Die Kripo sperrte das Lokal zunächst mit Flatterband ab, später bauten die Beamten einen Sichtschutz vor den Fensterscheiben der Schnellrestaurants auf. Der Betrieb in den übrigen Geschäften und Lokalen des Einkaufszentrums lief allerdings trotz des Gewaltverbrechens wie gewohnt weiter. „Die meisten Kunden haben ja von dem Vorfall gar nichts mitbekommen“, sagt A  2-Geschäftsführer Christian Danne.

Die Kripo sicherte in dem Imbiss mehrere Stunden lang Spuren. Zudem nahmen die Beamten den Tatort mit einer 360-Grad-Kamera auf. Unklar ist, ob die Ermittler die Tatwaffe sicherstellen konnten. Zeitgleich begann in den Büros der Verwaltung des Einkaufszentrums die Befragung der etwa ein Dutzend Zeugen des Vorfalls – die meisten von ihnen Gäste oder Angestellte der Sushi-Bar. Die Vernehmungen gingen zunächst nur schleppend voran. Erst als ein Dolmetscher vor Ort eintraf, konnten die Beamten alle ihre Fragen loswerden. Der 29-jährige mutmaßliche Messerstecher kam auf Anordnung eines Richters in Untersuchungshaft.     

tm

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