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Selbsttötung

Mann richtet sich nach Bluttat selbst


Der 47-jährige Mann, der am Donnerstagabend in Groß-Buchholz zahlreiche Schüsse auf einen 56-jährigen ehemaligen Geschäftspartner abgegeben und diesen lebensgefährlich verletzt hatte, ist tot.
Die Polizei hat auf dem Parkplatz die Spuren der Schießerei markiert.

Die Polizei hat auf dem Parkplatz die Spuren der Schießerei markiert.

© Schaarschmidt

Die Polizei fand seinen Leichnam am Freitagmorgen gegen 6 Uhr auf einer Parkbank an der Emil-Berliner-Straße in Langenhagen. Der Mann hatte sich wenige Stunden nach der Tat mit seiner Pistole erschossen. Sein Opfer, das von sechs Kugeln im Bereich der Beine getroffen worden war, musste in der Nacht notoperiert werden und befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung.

Die Polizei geht davon aus, dass ein Streit um Schulden zu den dramatischen Ereignissen geführt hat. Das Opfer soll dem Täter nach einem gemeinsam erledigten Auftrag einen größeren Geldbetrag geschuldet haben. Der Täter hatte dem 56-Jährigen am Donnerstagabend am Hauseingang aufgelauert, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Malermeister kam gerade vom Training seiner Altherrenmannschaft des S.C. Polonia Hannover in Herrenhausen zurück. Er hatte den Verein vor zehn Jahren gemeinsam mit anderen Deutsch-Polen aus der Taufe gehoben. Als der 56-Jährige gerade seinen Wagen verlassen hatte, eröffnete sein ehemaliger Geschäftspartner sofort das Feuer.

Der Malermeister ließ seine Sporttasche fallen und rannte in Richtung Hauseingang. Der 47-Jährige verfolgte den Flüchtenden und feuerte immer wieder auf ihn. Der Getroffene schaffte es bis ins Treppenhaus. Dort brach er schwer verletzt zusammen und rief um Hilfe. Die 39-jährige Frau des Angeschossenen lief aus der Wohnung im dritten Stock und traf im Hausflur auf ihren blutüberströmten Mann und den Schützen, der sofort davonrannte. Die Ehefrau alarmierte daraufhin die Polizei und die Rettungskräfte. Die Beamten leiteten unverzüglich eine groß angelegte Fahndung nach dem 47-Jährigen ein, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam. Die Suche musste in der Nacht ergebnislos abgebrochen werden.

Anwohner des Forssmannwegs zeigten sich schockiert von den Ereignissen. „Als ich die Schüsse hörte, habe ich mir zunächst nichts dabei gedacht, schließlich wird hier andauernd auf Kaninchen auf der Wiese geschossen“, sagte eine Rentnerin. Erst als der Hubschrauberlärm nicht nachließ, sei ihr klar geworden, dass wirklich etwas passiert sein musste. Auch die grellen Scheinwerfer, mit denen die Feuerwehr den Tatort ausleuchtete, machten etliche Anwohner auf die Geschehnisse aufmerksam. Beim S.C. Polonia herrschte am Tag nach dem Überfall auf den Malermeister große Bestürzung. „Er ist bei uns sehr beliebt und hat nie etwas von Streitigkeiten berichtet“, sagte Edward Dewucki, der Vorsitzende des Vereins.

Tobias Morchner 
und Michael Karsch

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  • Erstaunlich hannoveraner – 08.03.10
    Erstaunlich ist die Bemerkung der anwohnenden Rentnerin, dass auf der anliegenden Wiese desöfteren auf Kaninchen geschossen würde. Seit wann ist es denn erlaubt in bewohntem Gebiet zu schiessen? Dies ist ja wohl auch ein Fall für polizeiliche Ermittlungen.

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