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Schafe geschächtet? Mann steht vor Gericht

In der Nordstadt Schafe geschächtet? Mann steht vor Gericht

Ein Mann aus Hannover stand am Dienstagmorgen vor Gericht, weil er ohne Genehmigung fünf Schafe in der hannoverschen Nordstadt geschächtet haben soll. Die Verhandlung wurde ausgesetzt, das Verfahren soll nun neu aufgerollt werden. 

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Amtsgericht: Yusuf G. schächtete in Hannover fünf Schafe ohne Betäubung, Sachkunde und behördliche Genehmigung

Quelle: Tim Schaarschmidt/dpa

Hannover. Ein 59-Jähriger aus der Türkei ist angeklagt, weil er mehrere Tiere in einem Innenhof in der Nordstadt geschächtet haben soll – ohne Betäubung und ohne nötige Genehmigung. Er muss sich nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten.

Ein anonymer Anrufer hatte im September 2016 die Polizei verständigt, nachdem er Schreie von Schafen in einem Nordtstädter Innenhof gehört hatte. Als die Beamten am genannten Ort ankamen, trafen sie auf den Angeklagten und fünf tote Schafe. 

Die Tiere seien vor der Tötung wahrscheinlich nicht ordnungsgemäß betäubt worden, sagte am Dienstag eine Amtstierärztin vor Gericht aus. Der Angeklagte gab an, die Tiere mit einem Hammerschlag zwischen den Augen bewusstlos geschlagen zu haben, bevor er den Schnitt am Hals der Tiere angesetzte. Demnach sollen die Schafe nicht während des Schlachtvorgangs geschrien haben, sondern nur, als sie vom Anhänger in den Hof gebracht wurden. In der Türkei hatte der 59-Jährige als Schafshirte gearbeitet. 

Das Gericht will nun einen weiteren Sachverständigen laden, um die Lage zu klären. Auch Familienmitglieder des Mannes sollen befragt werden. Der Prozess geht an einem anderen Tag weiter. 

In Deutschland darf man Tiere gemäß dem Tierschutzgesetz nicht ohne Betäubung töten. Auch das Schächten ohne Genehmigung ist verboten. Derjenige, der schächtet, kann sich nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes strafbar machen. Das Töten von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. 

miz/naw/dpa

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