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Maria Furtwängler mal ganz anders

Besuch bei Filmpremiere Maria Furtwängler mal ganz anders

Kühl, distanziert und rational: So kennt man Maria Furtwängler eigentlich aus ihren Filmen. Doch bei der Preview im Hochhauskino zu "Das Wetter in geschlossenen Räumen" am Mittwochabend zeigt die Schauspielerin, dass sie auch ganz anders kann.

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Schauspielerin Maria Furtwängler war am Mittwochabend im Hochhauskino bei  der Preview zu ihrem neuen Film "Das Wetter in geschlossenen Räumen" zu Gast.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Alkoholabhängig, verschwendungssüchtig und in blinder Liebe zu einem deutlich jüngeren Lebemann entbrannt – so haben die Hannoveraner Maria Furtwängler wohl noch nicht gesehen. Dementsprechend unterschiedlich fielen die Urteile aus, nachdem rund 250 Zuschauer Furtwänglers neuen Kinofilm "Das Wetter in geschlossenen Räumen" am Mittwochabend vor dem offiziellen Kinostart im Hochhauskino gesehen hatten. Einig waren sie sich jedoch in einer Sache: Sie waren begeistert, dass die Hauptdarstellerin nach der Vorstellung persönlich in den Kinosaal kam und Fragen beantwortete.

Blick in den Abgrund

Der Film erzählt die Geschichte einer Entwicklungshelferin, die für das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen in einem arabischen Land Spenden und Vorzeige-Hilfsbedürftige aquiriert. Während draußen Bomben einschlagen, trinkt sie im Luxushotel mit Botschaftern Caipirinha und führt Smalltalk.

Vor 250 Zuschauer zeigte Maria Furtwängler am 27. Januar 2016 im Hochhauskino nicht nur ihren neuen Kinofilm "Das Wetter in geschlossenen Räumen", sondern stellte sich auch den Fragen der Zuschauer.

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Doch hinter den Kulissen droht ihr ihr Leben zwischen Alkohol, Drogen und einem durchtriebenen Liebhaber immer weiter zu entgleiten.

"Entwicklungshilfe ist eigentlich ganz anders"

Maria Furtwängler kennt sich auch im privaten Leben mit Entwicklungshilfe aus. Sie ist Schirmherrin diverser Kampagnen, Präsidentin im Verwaltungsrat der German Doctors und hat eine Initiative gegründet, die junge Mädchen vor Zwangsprostitution schützen soll. "In der Realität sieht Entwicklungshilfe ganz anders aus", pflichtet sie einer ehrenamtlichen Entwicklungshelferin aus dem Publikum bei, die die Aufmachung des Films kritisiert. 

Doch der Film sei vor zwei Jahren nach einer wahren Geschichte entstanden, die sich 2006 an der Grenze zum Irak zugetragen haben soll, wie Furtwängler erzählt. Sie hält deshalb das Konzept von Regisseurin Isabelle Stever für wichtig, das Geschäftsfeld Entwicklungshilfe auch mal kritisch zu beleuchten. "Es ist ein kluger Gedanke, dass es Menschen gibt, die auf Not angewiesen sind, um ihr Geld zu verdienen", sagt die Schauspielerin. Allein der Begriff Entwicklungshilfe berge schon einen Hauch von Überheblichkeit.

"Am besten war die Drogen-Szene"

Doch die Zuschauer wollen noch mehr von der Frau wissen, die sie sonst vor allem als Kommissarin Charlotte Lindholm im Hannover- "Tatort" kennen. Sie sind angenehm überrascht, dass die sonst so distanziert wirkende Furtwängler sich locker und in Plauderlaune gibt. Welche Szene ihr denn am meisten Spaß gemacht habe, will ein Mann wissen. Furtwängler lacht kurz, dann sagt sie: "Die Szene mit dem Kokain. Das ist für einen Schauspieler eine echte Herausforderung."

Sie erklärt, dass man sich vorher genau mit der Wirkung von Drogen beschäftigen und die Auswirkungen auf den Körper, wie eine schlappe Stimme und einen schlurfenden Gang, trainieren müsse. Natürlich ohne tatsächlich zu konsumieren. "Aber sonst wirkt es nicht überzeugend.

Ein Gefühl wie zu Hause

Ein anderer Mann will wissen, wie sie denn Hannover findet. "Als ich vorhin in die Stadt reingefahren bin, habe ich kurz das Gefühl gehabt, nach Hause zu kommen", antwortet Furtwängler. "Sie ist unglaublich sympathisch", schwärmt Rike Schlüter anschließend. "Das hätte ich gar nicht von ihr gedacht."

Von Isabel Christian

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