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Aus der Stadt Im Ihmezentrum kommt das Wasser aus der Wand
Hannover Aus der Stadt Im Ihmezentrum kommt das Wasser aus der Wand
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00:17 30.01.2017
Vom Wasserschaden betroffen: Das Gebäude an der Ihmepassage 2. Quelle: Mario Moers/Frank Wilde
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Hannover

Nach einem Rohrbruch in der Nacht auf Mittwoch müssen mehrere Mieter des Ihme-Zentrums ohne Warmwasser und Dusche auskommen. In mindestens 15 Wohnungen an der Ihmepassage 2 bleibt noch bis voraussichtlich Montag das Wasser abgestellt.

Die Ursache des Wasserschadens ist nach Auskunft des Gebäudeverwalters ein „schadhaftes T-Stück einer Warmwasserleitung“. Weil der Bruch im achten Stock auftrat, richtete das Wasser in acht Wohnungen mitunter deutlich spürbare Schäden an. Bereits im Dezember gab es in dem Gebäude einen vergleichbaren Zwischenfall. Der betroffene Trakt gehört zu den 83 Prozent des Ihme Zentrums, die sich über eine Tochtergesellschaft im Besitz des Berliner Immobiliengroßinvestors Intown befindet.

Wasser lief aus Bohrlöchern

Mieterin Katrin K. wurde um vier Uhr morgens von einem verzweifelten Nachbarn aus dem Bett geklingelt. „Hilfe, ich stehe unter Wasser“, bat er um Hilfe. „Dann haben wir bemerkt, dass auch bei uns Wasser von der Decke und aus Bohrlöchern in der Badezimmerwand lief“, erzählt die junge Frau. Gelbe Schlieren, abgelöste Tapeten, zerstörte Bilder sind deutlich sichtbare Folge – fließend Wasser gibt es seitdem nur auf der Toilette und in der Küche. Für Katrin K. ist es nicht der erste Wasserschaden. Bei einem Bruch im Dezember bescheinigte ein Handwerker ihr „völlig marode Leitungen“.

Fotograf Philipp von Ditfurth hat das Ihme-Zentrum aus verschiedenen Blickwinkeln fotografiert.

Grünen Bezirksrat Timon Dzienus sieht in dem Schaden ein Warnsignal. „Es zeigt sich gerade, dass die Mängel schlimmer sind als angenommen“, sagt Dzienus. Seine Fraktion streitet dafür, das Ihme-Zentrum als Sanierungsgebiet auszuweisen. „Der rare günstige Wohnraum muss um jeden Preis erhalten werden“, sieht Dzienus neben dem Investor auch die Stadt in der Pflicht.
Verwalter Torsten Jaskulski sieht derweil keinen Grund zur Panik. „So etwas kommt überall vor. Wir sind froh, dass wir den Schaden schnell beheben können“, so Jaskulski.     

Von Mario Moers

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