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Maschseefestbilanz fällt verhalten aus

Zu kalt und zu nass Maschseefestbilanz fällt verhalten aus

Eine durchwachsene Bilanz des Maschseefestes hat der Chef der Hannover Veranstaltungs-GmbH, Hans-Christian Nolte, am Sonntag gezogen. In diesem Jahr hätten rund 1,7 Millionen Gäste das 19-tägige Maschseefest besucht. Seine Hoffnung, wie im Jahr 2015 die Marke von zwei Millionen Besuchern, zu erreichen, hat sich damit nicht erfüllt.

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Mit den Besucherzahlen sind die Organsatoren des Maschseefestes nicht ganz zufrieden.

Quelle: Dröse

Hannover. „Wir sind nicht unzufrieden, aber das Wetter war einfach nicht so toll“, sagte der Cheforganisator. Mehrere Tage seien wegen Dauerregens praktisch komplett ausgefallen, betonte Nolte. „Außerdem waren die Temperaturen nicht unbedingt so, dass die Menschen um den See flanieren wollten.“ Beispielsweise habe die Temperatur am Sonnabendabend nur bei 14 Grad gelegen, dazu habe ein kräftiger Wind geblasen. „Da bleibt man nicht so lange sitzen.“

Wieviele Mitarbeiter sind beim Maschseefest für die Gäste unterwegs? Wieviele Kilometer Kabel sind verlegt? Wievielle Musiker treten auf? Wieviele Gäste werden erwartet? Ein Überblick über Zahlen auf dem Maschseefest.

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Dennoch sei das Geschäft der Restaurants und der anderen Stände sehr gut gelaufen, betonte Nolte. Es habe noch nie so viele Tischreservierungen gegeben. Und noch nie seien so viele Firmen mit Kunden oder Mitarbeitern zum Maschseefest gekommen, viele auch aus anderen Bundesländern. Allerdings habe das Laufpublikum im Vergleich zu 2015 stark abgenommen.

Lob für Sicherheitskonzept der Polizei

Die von einigen Besuchern geäußerte Kritik, das Maschseefest sei zu elitär und zu teuer geworden, wies Nolte zurück. Es gebe zwar Restaurants, wo Gäste Hummer essen könnten, aber die Bratwurst sei preiswerter als bei anderen Veranstaltungen in der Stadt, betonte er.

Das Maschseefest ist vor allem wegen seiner kulinarischen Vielfalt beliebt: Hier können die Gäste essen und trinken.

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Das neue Konzept der Löwenbastion würdigte der Maschseefestchef. Dort, wo früher bekannte Bands Tausende Besucher anzogen, stand diesmal eine deutlich kleinere Bühne. Statt ausgelassener Party gab es mediterrane Speisen. In das durch einen Torbogen abgetrennte Areal seien jetzt viele Familien gekommen, vor allem aus den benachbarten Stadtteilen Döhren und der Südstadt, sagte Nolte.

Der HAZ-Fotowettbewerb geht in eine neue Runde - pünktlich zum Maschseefest 2017. Das sind die Einsendungen der Leser. 

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Er lobte das Sicherheitskonzept der Polizei mit der mobilen Wache und den Straßensperrungen. „Zwar war die Veranstaltung zu keinem Zeitpunkt konkret gefährdet“, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Markus Kiel, dennoch seien die Anschläge in anderen europäischen Städten Anlass für besondere Sicherheitsmaßnahmen gewesen. Die Straßensperren seien von den Autofahrern positiv aufgenommen worden, es habe nur wenige Beschwerden gegeben.

Allerdings habe es von Bewohnern der Südstadt massive Einwände gegeben: Weil viele Festbesucher ihr Auto in Seitenstraßen abgestellt hätten, seien Parkplätze dort noch knapper gewesen, als sie es ohnehin schon sind. Die Polizei will deshalb mit der Stadt für das nächste Jahr über ein neues Verkehrskonzept für die Südstadt nachdenken. Denkbar sei eine Einbahnstraßenregelung oder Straßen, die während der 19 Festtage nur von Anwohnern befahren werden dürften.     

Sperrstunde führt zu deutlich weniger Straftaten

Die Zahl der Straftaten beim Maschseefest ist im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen. Polizeieinsatzleiter Markus Kiel berichtete von einer Verringerung um rund 20 Prozent. Erreicht worden sei das durch die verstärkte Polizeipräsenz und die erstmalige Einführung einer Sperrstunde. Der begrenzte Alkoholausschank ab 1 Uhr und ab 2 Uhr an Wochenenden habe dazu geführt, dass viele Maschseebesucher nicht übermäßig alkoholisiert und dadurch enthemmter gewesen seien, erläuterte der Einsatzleiter.

Vor allem nach Beginn der Sperrstunde sei die Zahl der Straftaten stark zurückgegangen, Kiel berichtete von einer Verringerung um 50 Prozent. Insgesamt sank die Zahl der Körperverletzungen um rund 25 Prozent auf 39 Taten, die Zahl der Diebstähle ging um 25 Prozent auf 51 Anzeigen zurück, die der Sachbeschädigungen auf zwölf Fälle.      

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