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McAllister und Weil starten Sprengel-Bauarbeiten

Wahlkampf McAllister und Weil starten Sprengel-Bauarbeiten

Das meiste Lob erntete am Dienstag der Verein der Freunde des Sprengel Museums. Ministerpräsident David McAllister, Oberbürgermeister Stephan Weil und Museumschef Ulrich Krempel priesen den Verein beim ersten Spatenstich gleichermaßen für seine kreative Sammelaktion für den Anbau.

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Waren voller Lob für den Verein der Freunde des Sprengel Museums: David McAllister und Stephan Weil.

Quelle: Thomas

Hannover. „Wenn der Freundeskreis vier Millionen Euro zusammengetragen hat, dann ist das ein Engagement, das man nicht hoch genug bewerten kann“, sagte McAllister. Die Kreativität des Vereins habe ihn begeistert, vor allem der Verkauf von Zollstöcken oder Schaufeln zugunsten des Museumsneubaus.

McAllister, Weil, Krempel und der Schweizer Architekt Markus Peter vom Architekturbüro Meili und Peter eröffneten gestern vor rund 250 Gästen mit dem Spatenstich die Bauarbeiten für die Erweiterung des Museums auf dem bisherigen Parkplatz. Ende 2014 soll der 28,5 Millionen Euro teure Bau fertig sein, dann bekommt das Sprengel Museum 1400 Quadratmeter neue Ausstellungsfläche hinzu, sowie unter anderem Platz für weitere Magazine und Werkstätten. 11,6 Millionen Euro davon kommen von der EU über das Land, das Land gibt fünf Millionen Euro, die Landeshauptstadt 6,9 Millionen Euro. Rund fünf Millionen Euro sind Spenden, darunter die vier vom Freundeskreis gesammelten Millionen.

Oberbürgermeister Weil sprach von einer „ganz besonderen Freude“, die ihm dieser Spatenstich bereite. Denn es sei ein langer Weg bis zum Start des Anbaus gewesen. „Es ist um einiges leichter, ein großes Fußballstadion komplett umzubauen, als an ein bestehendes Museum anzubauen“, sagte er.

Es war eine der wenigen öffentlichen Begegnungen zwischen den beiden Kontrahenten um den Posten des Ministerpräsidenten.

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Weil erzählte in seiner Ansprache von einem Mittagessen mit dem damaligen Chef der Staatskanzlei, Lothar Hagebölling, und dem damaligen Kulturminister Lutz Stratmann, bei dem die Idee für den Anbau mit Unterstützung der sogenannten EFRE-Mittel aus dem Regionalfördertopf der EU entstanden sei. Weil wandte sich an die jetzige Kulturmisterin Johanna Wanka und sagte: „Frau Wanka, es ist ihr ganz persönlicher Verdienst, dass der Anbau nun Realität geworden ist.“ McAllister sagte zu der Zusammenarbeit: „Stadt und Land, Hand in Hand.“

Natürlich war auch die Architektur und vor allem die geplante schwarze Betonfassade beim Spatenstich ein Thema, nicht nur bei den vielen Gesprächen am Rande. Weil sprach eher neutral von einem „mutigen Projekt“. Er sei gespannt, wie es aussehe, wenn es fertig sei. Museumschef Ulrich Krempel meinte, man werde in zwei Jahren im fertigen Anbau aus dem Fenster schauen und recht verwundert an die Diskussion über die Fassade denken. Er sprach von einem „noblen, dunklen Bau“, der dem Altbau zur Seite gestellt werde.

Der Ministerpräsident ging auf die Fassade nicht ein, er stellte dagegen die Unterstützung der Kultur in Hannover heraus. Am Sprengel-Anbau beteilige sich das Land inklusive der EFRE-Mittel mit der Hälfte der Baukosten, also 16,6 Millionen Euro. Aber das Land fördere unter anderem auch die Staatstheater jährlich mit 54 Millionen Euro und die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek mit 54 Millionen Euro.

Wie geht es nun weiter?

Bis zum kommenden Frühjahr heben die Bauarbeiter auf dem früheren Parkplatz die sogenannte Hauptbaugrube aus und stellen eine Dichtwand her. Bis zum Herbst 2013 soll dann der Rohbau stehen. Die umstrittene Fassade aus schwarzem Beton soll ab dem kommenden Sommer gebaut werden. Die Ausbauarbeiten im Innern beginnen Ende 2013 und dauern dann voraussichtlich das ganze Jahr 2014. Ende 2014 soll der Anbau dann feierlich eröffnet werden.

Der neue Behindertenaufzug ist dagegen schon jetzt fast fertig. Er ist in den vergangenen Monaten an der Seite des Sprengel Museums ungefähr auf der Höhe des Restaurants entstanden. Der bisherige Aufzug führte vom Parkplatz ins Museum und ist durch den Erweiterungsbau weggefallen. Die Rampe am Haupteingang hat eine Steigung von mehr als sechs Prozent und gilt daher nicht mehr als barrierefrei.

Mitte Dezember soll der gläserne Aufzug in Betrieb gehen, dann sollen an der Kreuzung mit der Willy-Brandt- Allee wieder alle Spuren zur Verfügung stehen. Allerdings bleibt auf Höhe des Anbaus den Autofahrern der Engpass monatelang erhalten.

von Mathias Klein

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