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Aus der Stadt Mehr Obdachlose aus Osteuropa in Hannover
Hannover Aus der Stadt Mehr Obdachlose aus Osteuropa in Hannover
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07:29 08.11.2017
Vor dem Obdachlosenladen „Kompass“ am Raschplatz haben Obdachlose ihr Hab und Gut abgestellt.  Quelle: dpa
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Hannover

Am Treffpunkt der Trinkerszene hinter dem Hauptbahnhof Hannover hat im Oktober die neue Einrichtung „Kompass“ eröffnet. Rund 60 Männer und Frauen besuchen sie jeden Tag, um sich aufzuwärmen und zur Ruhe zu kommen. Mehr als die Hälfte kommt aus Russland, Polen, Rumänien und anderen osteuropäischen Ländern. Sozialarbeiter im „Kompass“ sprechen Polnisch und Russisch. „Eines der großen Themen der Zukunft wird sein, wie wir mit der osteuropäischen Zuwanderung umgehen“, betonte Diakoniepastor Müller-Brandes.

In Bremen habe sich die Zahl der Obdachlosen in den letzten sechs, sieben Jahren verdoppelt, sagte der Leiter der Wohnungslosenhilfe in der Inneren Mission, Bertold Reetz. „Das liegt auch an den Osteuropäern.“ Bulgaren, Rumänen und Polen würden in der Hoffnung nach Deutschland kommen, einen Job zu finden. „Sie leben unter ärmlichen Bedingungen. Aber zu Hause würde es ihnen noch schlechter gehen.“

Nicht nur in Hannover oder Bremen, auch in ganz Niedersachsen steigt die Zahl der Besucher von Einrichtungen, in denen sich Obdachlose tagsüber aufhalten können. Gezählt wurden 2015 rund 16.900 Besuche, 2011 waren es noch 13.300. Nach Angaben der Zentralen Beratungsstelle Niedersachsen, die die Wohnungslosenhilfe des Landes koordiniert, werden die Hilfsangebote bisher aber weit überwiegend von Deutschen genutzt. 

 In Hannover hatte sich am Raschplatz eine Trinkerszene vorwiegend mit Obdachlosen aus Osteuropa etabliert, was viele Passanten gestört hat. Dafür sollte die Einrichtung "Kompass" Abhilfe schaffen.

Der Raschplatz in Hannovers Innenstadt ist als Treffpunkt für Alkoholkonsum bekannt. Das hinterlässt dort seine Spuren. Ein Besuch.

Von lni

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