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Mehr Zuschauer als erwartet sehen in Hannover den WM-Auftakt

Frauenfußball Mehr Zuschauer als erwartet sehen in Hannover den WM-Auftakt

Ein zweites Sommermärchen soll es werden. Doch noch will in Hannover keine rechte Stimmung für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land aufkommen. Nur vereinzelt jubeln in den Gaststätten Fans im Deutschlandtrikot oder schwenken schwarz-rot-goldene Fahnen. Doch das Interesse ist da, wie die Zahl der – meist noch zurückhaltend begeisterten – Zuschauer in einigen Lokalen zeigt.

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Etwa 450 Zuschauer sehen das erste Spiel der deutschen Mannschaft beim offiziellen Public Viewing der Stadt an der Nordkurve. Bei der Männer-WM im vergangenen Jahr waren es fünfmal so viele.

Quelle: Kris Finn

Hannover. In der HBX-Brauerei am Aegi sitzen etwa 25 Fußballfans, um das Spiel der deutschen Elf gegen Kanada zu verfolgen. Während die Männer meist stumm auf das Geschehen blicken, diskutieren einige Frauen munter die Taktik der Spielerinnen. Eine kleine Faninsel ist der Tisch von Gisela Steinhauer und Silke Buss. In den Besteckkrug auf ihrem Tisch haben sie drei Fahnen gesteckt, zwei Blumenketten zieren ihre Handgelenke. „Uns geht es darum, die Frauen zu unterstützen, weil sie viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen“, sagt Steinhauer. Tobias Radke und Sara Schiewe sind aus patriotischen Gründen gekommen, wie sie sagen: „Ich mag Frauenfußball eigentlich nicht so, aber ich fühle mich verpflichtet, Flagge zu zeigen – gerade weil die WM in Deutschland ist“, sagt Radtke.

Mit einem locker herausgespielten 2:1 (2:0) gegen Kanada haben Deutschlands Fußball-Frauen bei der Heim-Weltmeisterschaft Kurs auf den Titel-Hattrick genommen und die Euphorie im Gastgeberland weiter angeheizt.

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In anderen Gaststätten ist das Interesse an der Frauen-WM größer. Rund 150 Gäste drückten der deutschen Elf am GiG am Lindener Marktplatz die Daumen. An der Nordkurve, dem offiziellen Public-Viewing der Stadt, verfolgen etwa 450 Fußballfans das Spiel. „Das ist mehr, als wir erwartet haben“, sagt Inhaber Winfried Kirchner. Aber richtige WM-Stimmung herrscht auch hier noch nicht. Bei der WM im vergangenen Jahr fieberten rund fünfmal so viele Schaulustige mit. „Ich glaube, dass sich die Euphorie noch steigern wird, wenn die Gruppenspiele vorbei sind“, sagt der städtische Eventmanager Klaus Timaeus. Und prompt brandet Jubel auf: Da führt Deutschland gerade 2:0.

Isabel Christian

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