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Mehr behinderte Kinder an Hannovers Regelschulen

Sonderpädagogen bleiben Mangelware Mehr behinderte Kinder an Hannovers Regelschulen

Immer mehr Kinder mit einer Behinderung gehen auf eine Regelschule – das geht aus der amtlichen Schulstatistik für Hannover hervor, die Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski jetzt im Schulausschuss der Stadt vorgestellt hat.

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Helfende Hand für Kinder mit Handicap: An der Otfried-Preußler-Schule arbeiten Lehrer und Inklusionshelfer ganz eng zusammen.

Quelle: Kutter

Hannover. Von den rund 1500 Schülern mit Handicap in Hannover gehen die meisten (658) auf eine Grundschule oder eine IGS (622). Auffällig ist, dass die drei neuen Oberschulen, die erst in diesem Sommer gestartet sind, besonders viele Inklusionsschüler aufgenommen haben. Haupt-, Real- und Oberschulen werden von rund 100 Kindern mit Förderbedarf besucht, die Gymnasien haben insgesamt 137 aufgenommen.

Die Pestalozzischule in Anderten, die Heisterbergschule in Ahlem und die Peter-Ustinov-Schule in Ricklingen sind seit dem Sommer Oberschule, und zwar aufsteigend vom fünften Jahrgang an. Die Hauptschule wird damit in der Stadt zu einem Auslaufmodell. Derzeit gibt es nur noch Hauptschulzweige an der Südstadt- und der Glockseeschule sowie der auslaufenden Ada-Lessing-Schule und die Bertha-von-Suttner-Schule.

Etwas mehr als die Hälfte der Kinder mit Handicap hat Lernprobleme, 50 Prozent von ihnen besuchten eine IGS. Von den derzeit knapp 240 Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten besuchen 50 Prozent die Grundschule, 70 gehen auf eine IGS, 50 aufs Gymnasium. Von den knapp 200 geistig behinderten Schülern sind 125 auf einer Grundschule, 46 auf einer IGS und 22 auf einem Gymnasium. Die auslaufenden Förderschulen für Kinder mit Lernproblemen werden nur noch von 324 Schülern besucht, die anderen gehen mittlerweile auf Regelschulen.

Die meisten Kinder mit Inklusionsbedarf gehen nach dem Wechsel auf eine IGS, die wenigsten auf ein Gymnasium, dort sind eher die Kinder, die unter Autismus oder dem Asperger-Syndrom leiden. Immer wieder gibt es bei Eltern von Regelschülern Bedenken dagegen, dass Kinder, die ohnehin kein Abitur machen können, beispielsweise weil sie geistig behindert sind, ein Gymnasium besuchen sollten. Andererseits berichten Schulen, die seit Jahren auch geistig behinderte Kinder aufnehmen, wie das Kurt-Schwitters-Gymnasium in Misburg, dass alle Seiten davon profitierten. Immer wieder heißt es, gerade in diesen Klassen sei das soziale Klima sehr gut.

Hauptproblem für die Regelschulen sind die Personalressourcen. Oft sind Sonderpädagogen nicht fest im Schulteam angestellt, sondern nur einige Stunden pro Woche in der Klasse und müssen zwischen mehreren Standorten hin und her pendeln. Zudem herrscht ohnehin ein Mangel an Förderschullehrern, viele Stellen bleiben unbesetzt, nicht nur in Hannover, sondern überall in Niedersachsen. Das Land hat erneut die Zahl der Studienplätze erhöht. Auch Schulbegleiter sind Mangelware. Wenn sie dann auch noch krank werden, muss der Schüler entweder von seinen Eltern unterstützt werden oder auch zu Hause bleiben. An der Otfried-Preußler-Grundschule gibt es deshalb einen gemeinsamen Pool von Schulbegleitern, dies könnte beispielgebend für andere Schulen werden.

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