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Aus der Stadt Mehrheit für die D-Linien-Pläne steht
Hannover Aus der Stadt Mehrheit für die D-Linien-Pläne steht
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00:15 10.02.2013
Von Bernd Haase
Die rot-grüne Mehrheit in Region und Rat steht zur D-Linie. Quelle: Ditfurth
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Hannover

„Wir haben den Beschluss bei zwei Gegenstimmen gefasst“, sagt Fraktionschefin Silke Gardlo. Um die Mehrheit in der Regionsversammlung zu gefährden, müssten mindestes sechs Politiker aus dem Bündnis von der vorgegebenen Linie abweichen. Die Grünen hatten in der Regionsversammlung wie auch im Rat ohnehin für die Streckenführung zum Raschplatz gekämpft. Die Rats-SPD, einst unzufrieden mit den Plänen, hat den Widerstand nach Auskunft von Mitgliedern ebenfalls aufgegeben.

Der unter anderem von Hannovers Wirtschaft heftig kritisierte Kompromiss sieht den vollständigen Ausbau der sogenannten D-Linie zwischen Ahlem und Raschplatz mit Hochbahnsteigen vor; die Linien 10 und 17 sollen die Trasse im 7,5-Minuten-Takt befahren. Die Kosten für den Streckenbau liegen bei 40 Millionen Euro. Außerdem ist geplant, zu Spitzenzeiten zusätzliche Züge der Linien 9 und 10 auf vorhandenen Tunnelstrecken in die Innenstadt fahren zu lassen. Dieser Lösung war ein heftiger Streit vor und hinter den Kulissen vorausgegangen. Zwischenzeitlich stand das Projekt D-Linie ohne politische Mehrheiten da, weil Sozialdemokraten von der Fahne gegangen waren.

Das sieht jetzt anders aus. Bei der Sitzung der SPD-Regionsfraktion ist es nach Angaben von Mitgliedern hoch hergegangen. Nach Informationen der HAZ droht der verkehrspolitische Sprecher Karl-Heinz Mönkeberg aus Hannover sein Amt zu verlieren; eine Entscheidung darüber soll in der kommenden Woche fallen. Der Grund: Mönkeberg hatte nach Bekanntgabe des Kompromisses in einem Zeitungsbericht Kritik daran geübt. In der Sache war das nichts Neues, aber in der SPD gilt die Auffassung, das öffentliche Kritik seit der Festlegung des gemeinsamen Kurses mit den Grünen besser unterbleiben sollte. „Wir tolerieren abweichende Meinungen, aber wir wollen das nicht aus der Presse erfahren“, sagt Gardlo. Zur Zukunft Mönkebergs äußerte sie sich zunächst nicht weiter, auch der Betroffene schwieg gestern.

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