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Melissas Mörder soll in die Psychiatrie

Mullham D. nicht schuldfähig Melissas Mörder soll in die Psychiatrie

Der Fall des mutmaßlichen Doppelmörders Mullham D. geht in die nächste Runde. Der 25-jährige Syrer, der am 15. April in der Adelheidstraße eine 27-Jährige erstochen und drei Tage später seinen besten Freund in Kleefeld ebenfalls erstochen hatte, gilt als schuldunfähig.

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Adelheidstraße in der Südstadt: In dieser Straße wurde Melissa S. geötet. In Kleefeld starb ein 23-Jähriger. 

Quelle: Schaarschmidt/Elsner

Hannover. Weil D. als schuldunfähig gilt, soll er nach Ansicht der Strafverfolger nicht in einem Gefängnis, sondern in Sicherungsverwahrung in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Mullham D. gilt als gefährlich für die Allgemeinheit. Der Prozess vor dem Landgericht wird voraussichtlich spätestens im Oktober beginnen.

Ein Anwohner entdeckt eine lebensgefährlich verletzte Frau auf dem Bürgersteig. Die 27-Jährige wurde in eine Klinik gebracht, wo sie kurz darauf starb. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.

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Laut Anklage war Mullham D. der 27-jährigen Melissa S. am Karsonnabend von der Stadtbahnhaltestelle Schlägerstraße bis kurz vor ihre Wohnung Am Jungfernplan gefolgt. Rund 150 Meter vor ihrem Zuhause griff D. die junge Frau, die er zuvor noch nie gesehen hatte, unvermittelt mit einem Messer an. 22-mal stach der gebürtige Syrer, der 2014 mit einem Studentenvisum nach Hannover gekommen war, auf sein Opfer ein.

Tod am Karsonnabend in der Südstadt

Drei Tage später geriet Mullham D. in Kleefeld in der Nähe des Studentenwohnheims, in dem er wohnte, mit seinem Freund Yahia A. in Streit. Die Auseinandersetzung eskalierte. Mullham D. tötete seinen Landsmann mit vier Messerstichen. D. wurde kurz darauf im Wohnheim festgenommen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Im Gefängnis hat er mehrfach Besuch von einem Gutachter erhalten. Der Experte kam nach den Gesprächen offenbar zu dem Schluss, dass Mullham D. nicht schuldfähig ist. „Seine Erkrankung führt offenbar dazu, dass er keine Einsichtsfähigkeit hat. Zudem hört er regelmäßig Stimmen und fühlte sich verfolgt“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Bei einer Auseinandersetzung in Kleefeld ist ein 23-Jähriger niedergestochen worden. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus.

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In dem Verfahren vor dem Landgericht muss zunächst mit Sicherheit geklärt werden, ob der 25-Jährige die beiden Taten auch begangen hat. Legt er kein Geständnis ab, erfolgt eine Beweisaufnahme. Anschließend muss das Gericht entscheiden, ob der Syrer tatsächlich für die Allgemeinheit gefährlich ist und so lange in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird, bis er als geheilt gilt. „In der Regel dauert das deutlich länger als die eigentliche Haftstrafe“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Interne und externe Gutachter würden in so einem Fall regelmäßig den Patienten begutachten, um festzustellen, ob sein Heilungsprozess Fortschritte gemacht hat oder nicht.

Jörg Salzwedel, der Rechtsanwalt des 25-jährigen Syrers, hatte bereits während der laufenden Ermittlungen auf die psychische Erkrankung seines Mandanten hingewiesen. Er habe sich unter anderem durch sein Handy und seinen Laptop überwacht gefühlt und darum auch in den Wochen vor den Angriffen immer ein Messer bei sich getragen. Im anstehenden Prozess wird auch die Frage zu klären sein, ob die Erkrankung auf die Erlebnisse des 25-Jährigen in seiner Heimat oder auf Geschehnisse hier in Deutschland zurückzuführen ist.

Vor Gericht: 18 Begriffe, die sie zu deutschen Gerichtsverfahren kennen sollten.

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