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Aus der Stadt Wie schmeckt Essen aus dem 3-D-Drucker?
Hannover Aus der Stadt Wie schmeckt Essen aus dem 3-D-Drucker?
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00:17 11.03.2016
Von Conrad von Meding
Sozialministerin Cornelia Rundt und Staatssekretär Josef Laumann informieren sich während eines Rundgangs. Quelle: Kutter
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Hannover

Die Messehallen 19 bis 24 sind prall gefüllt mit den Präsentationen von 579 Ausstellern. Noch bis Donnerstagabend können sich Fachbesucher über die neuesten Trends der Branche informieren: Gezeigt werden innovative Hilfsmittel und bewährte Techniken, es gibt Diskussionsforen und Workshops.

Neu sind in diesem Jahr die sogenannten Connect-Flächen. In jeder Halle präsentieren sich auf diesen Arealen Diskussionsforen mit Fachreferenten oder ausgewählte Aussteller. Dort werden etwa Assistenzsysteme für den Pflegealltag vorgestellt. Dabei probiert der Veranstalter, der hannoversche Fachverlag Vincentz Network, auch neue Kommunikationsformen aus. Heute etwa gibt einen „Slam der Innovationen“ (Halle 23): Vier Softwareunternehmen zeigen ihre Lösungsansätze zur Erledigung der Dokumentationspflichten in der Pflege, und die Besucher dürfen mit einem Ted-System den Sieger küren. Auf der Connect-Fläche in Halle 19/20 geht es schwerpunktmäßig um Einrichtungen und die Frage, wie sich Wohnquartiere altersgerecht planen lassen. In Halle 22 wird am Dienstag gezeigt, wie Essen aus dem 3-D-Drucker kommt. Entwickler in Bayern forschen derzeit an der Technik. Allerdings hatte Karl-Josef Laumann, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, beim Eröffnungsrundgang noch gemahnt, dass gerade bei der Ernährung in der Pflege nicht zu viel rationalisiert werden dürfe. „Sie alle wissen, wie wohl man sich fühlt, wenn der Duft frisch gebackenen Kuchens durchs Haus zieht - diese Freude sollten wir auch Pflegebedürftigen nicht nehmen“, sagte er.

"Es fehlen 20.000 Pflegekräfte"

Zuvor hatte er gemeinsam mit Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt die Bedeutung der Messe unterstrichen. Der immer stärker wachsenden Zahl der zu Pflegenden stehe nicht in ausreichendem Maß Nachwuchs in den Pflegeberufen gegenüber. Jedes Jahr würden wohl rund 20.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Die Attraktivität der Pflegeberufe müsse steigen - dazu solle auch die „Generalisierung“ beitragen, sodass ambulante und stationäre Alten- und Krankenpfleger leichter die Berufe wechseln könnten. Rundt betonte, dass Niedersachsen jetzt immerhin das Schulgeld für die Ausbildung in den Pflegeberufen abgeschafft habe. In Kürze komme auch die Umlage für Betriebe, die selbst nicht ausbildeten. Laumann machte deutlich, dass ihm das alles zu langsam gehe. Andere Bundesländer hätten die Umlage längst, dort habe die Zahl der Azubis in Pflegeberufen um ein Drittel zugenommen. Es gebe auf der anderen Seite noch einzelne Länder, in denen Schulgeld verlangt wird. „Es kann doch nicht sein, dass ich mich ohne Bezahlung zum Arzt ausbilden lassen kann, aber für die Ausbildung zur Pflegekraft bezahlen muss“, sagte der Staatssekretär.

Die Öffnungszeiten der Altenpflege 2016 sind Mittwoch 9 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 17 Uhr. Tagesticket 15 Euro.

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