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Eine Messe, um alles besser zu machen

Ausstellung Eine Messe, um alles besser zu machen

Wer ein Haus baut, seine Wohnung neu einrichten oder einfach nur Tipps zum besseren Grillen haben will, ist auf der Messe B.I.G richtig. Noch bis Sonntag sind die Stände auf dem Messegelände geöffnet.

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Architekt Martin A. Müller (links) berät Irina Sohnsmeyer und Mann Till am Stand der Architektenkammer

Hannover. So kann es kommen. Man plant und baut, irgendwann ist es genug mit dem Stress und dann merkt man: Da fehlt was. Till und Irina Sohnsmeyer ist es so gegangen. Nicht auch noch die Sauna, dachte sich das Paar, und ehe man sich versah, war eigentlich vorhandener Platz verbaut. Die Dampfkammer ist auf der Strecke geblieben und nun stehen beide am Stand der Architektenkammer bei Martin Müller. Ob man das noch retten kann? Müller guckt sich die Pläne an. Es gibt zwei Möglichkeiten, sagt er. Die Sauna im Haus integrieren oder anbauen, zum Beispiel die Garage erweitern. In jedem Fall wird alles teurer. Das Paar will sich nun alles durch den Kopf gehen lassen.

Auch für solche Fälle ist das "Planerdeck" der Architektenkammer auf der Messe "Bauen, Immobilien, Garten" gedacht. Die Tische für Einzelberatung waren am Wochenende gut besetzt. Katharina Göbel-Groß erzählt, was die Besucher interessiert. Altbausanierung, Inneneinrichtung, Beleuchtung, Fragen der Grundstückssuche und Terassengestaltung. "Die Leute haben wieder Lust, an draußen zu denken."

Beim Bauen und Wohnen spielt sich ja tatsächlich vieles im Freien ab. Die Messe ist auch ein Beweis für die These, dass sich dabei über Geschmack gut streiten lässt. Es gibt Tierskulpturen aus verwittertem Teakholz, Fohlen, Fische und Flamingos, um Gärten zu beleben. Auf Monstergrills mit Armaturen wie Hifi-Anlagen liegen Plastikstücke, die Fleisch und Gemüse darstellen. Brunnen gibt in abgestuften Schönheitsgraden, ein paar Stände weiter warten Steintürme darauf, dass sich Interessenten finden. Zwischen all dem führen Männer in weißem Hemd und Schlips Staubsauger aus Wuppertal vor, die "Kobold" heißen und eine junge Frau liegt, in aller Öffentlichkeit, auf einem Stuhl, dessen Motor Kissen leicht bewegt, um Rücken zu massieren.  Die Reklame für das Gerät verspricht ein Wunder: "Sofortiger Stressabbau".

In der Abteilung "Werkzeugwelt" hat ein Unternehmen aus Braunschweig derweil eine kleine Installation aufgebaut. Vor dem Breitwandrüssel eines Universalsaugers drapierte man auf einem Kehrblech allerlei Zivilisationsmüll, Getränkedosen, Cafe-Latte-Becher, um zu beweisen, dass das Gerät einsaugt und sauber verarbeitet, was auf großen Flächen keiner haben will. "Sonst glauben einem die Leute das nicht", sagt ein Mitarbeiter zu dem Kunstwerk. Zu den Käufern des Saugers zählen eher Unternehmen und Kommunen. Bei Privatleuten sind seit jeher am beliebtesten: Häcksler, in jeder Form.

Die Messe hat noch bis einschließlich Sonntag geöffnet.

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Architekt Martin A. Müller (links) berät Irina Sohnsmeyer und Mann Till am Stand der Architektenkammer

Quelle:

Von Gunnar Menkens

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