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Schulleiter wies Verfassungsschutz auf Safia S. hin

Islamismus-Verdacht Schulleiter wies Verfassungsschutz auf Safia S. hin

Im Fall der Schülerin Safia S., die einen Bundespolizisten im Hauptbahnhof mit einem Messer schwer verletzt hat, waren die Behörden offenbar bereits Anfang Januar über das veränderte Verhalten der 15-Jährigen informiert worden. 

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Schon als Kind trat Safia S. gemeinsam mit Pierre Vogel auf.

Quelle: Youtube

Hannover. Nach HAZ-Informationen hat der Rektor des Gymnasiums, das S. besucht, dem niedersächsischen Verfassungsschutz nach ihrer Rückkehr den Aufenthalt Safias in der Türkei mitgeteilt. Bereits im Dezember soll die Großmutter der Schülerin sich an die Polizei gewandt haben, um Hilfe für ihre Enkelin zu erhalten. Unklar ist bislang, was die Behörden nach diesen Hinweisen unternommen haben.

Eine 15-Jährige hat im Hauptbahnhof einen Beamten der Bundespolizei mit einem Messer attackiert und schwer verletzt.

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Bereits im Alter von sieben Jahren hatte Safia S. über ihre streng religiöse Mutter Kontakt in die Moschee des „Deutschsprachigen Islamkreises“ in der Kornstraße. Das Gebetshaus ist bekannt dafür, die Lehren des Salafismus zu verbreiten. Im Internet sind Videos zu finden, auf denen Safia gemeinsam mit dem Salafistenprediger und Konvertiten Pierre Vogel auftritt, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Ob die Tat im Hauptbahnhof tatsächlich mit ihrer Religion und einer Verehrung der islamistischen Terrorgruppe IS in Zusammenhang steht, ist bislang weiter offen.

15-Jährige entschuldigt sich bei ihrem Opfer

Ihr Rechtsanwalt Dirk Schoenian hat bislang keine Hinweise darauf, dass seine Mandantin sich in den vergangenen Monaten in irgendeiner Form radikalisiert hat und spricht von einer Vorverurteilung der Schülerin. Wie der Strafverteidiger bestätigte, hat Safia S. aus der Untersuchungshaft heraus dem Beamten, den sie angegriffen hatte, einen Brief geschrieben. „Darin drückt sie ihr Bedauern über die Tat aus“, sagt Schoenian. Das eine Seite lange und handschriftlich verfasste Schreiben sei vom Amtsgericht beschlagnahmt und als Beweisstück zu den Akten gegeben worden. „Der Beamte hat aber meines Wissens eine Kopie von dem Brief erhalten“, sagt der Jurist.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe vom Montag berichtete, sind die Beamten der Ermittlungsgruppe „Bahnhof“ derzeit vor allem damit befasst, die Chatprotokolle des Messengerdienstes Whatsapp auf dem Handy der 15-Jährigen auszuwerten. Dabei soll aufgefallen sein, dass Safia S. in Kontakt mit einem weiteren Terrorverdächtigen stand. Die Schülerin soll regelmäßig mit dem 19-jährigen Ablah A. aus Misburg gechattet haben. Der junge Mann steht im Verdacht, etwas mit dem geplanten Bombenanschlag auf das Fußball-Länderspiel in Hannover im November 2015 zu tun zu haben. Er soll gelegentlich als Ordner gearbeitet und sich am Abend der Partie Deutschland gegen Niederlande in der Arena aufgehalten haben, obwohl er keinen Dienst hatte. Bem Kurznachrichtendienst Snapchat soll er noch an diesem Abend zwei Videos hochgeladen haben. Das eine zeigt einen jungen Mann in Ordnerweste in dem bereits geräumten Stadion, der die Worte „pray for Raqqa“ (bete für Raqqa) spricht. Die Stadt Raqqa gilt als Hochburg der IS-Terrormiliz.

Laut SZ haben die Ermittler in den Protokollen eine Nachricht der 15-Jährigen gefunden, in der sie Ablah A. gegenüber von einer Märtyrer-Operation spricht, die sie begehen wolle, wenn sie nicht von ihrer Mutter fliehen könne. Ob der Angriff auf den Bundespolizisten die angekündigte Attacke gewesen ist, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.     

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