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Aus der Stadt 15-Jährige nach Messerattacke in U-Haft
Hannover Aus der Stadt 15-Jährige nach Messerattacke in U-Haft
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18:37 28.02.2016
Am Ausgang zum ZOB attackierte das Mädchen den Polizisten. Quelle: Elsner
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Hannover

Nach dem Messerangriff auf einen Bundespolizisten im Hauptbahnhof von Hannover sitzt die 15-jährige Angreiferin in Untersuchungshaft. Wie Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Sonnabendnachmittag auf HAZ-Anfrage berichtete, wurde die Jugendliche am Sonnabend einem Haftrichter vorgeführt. Klinge bestätigte den Haftantrag der Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen wegen versuchten Mordes eingeleitet hat. "Die 15-Jährige wird nun in die Untersuchungshaft gebracht", sagte Klinge und kündigte eine gründliche Untersuchung der Messerattacke an. "Wir werden noch eines an Ermittlungsarbeit investieren, um zu sehen, welches Motiv hinter der Tat steckt", sagte er.

Ohne Warnung und ohne ersichtlichen Grund hatte die 15-jährige Schülerin am Freitagnachmittag einen Beamten der Bundespolizei im Hauptbahnhof mit einem Küchenmesser angegriffen. Die sechs Zentimeter lange Klinge traf den Ermittler in den Hals. Ein Rettungswagen brachte den Schwerverletzten ins Friederikenstift. Er schwebt seit den Abendstunden nicht mehr in Lebensgefahr. Die Schülerin, nach HAZ-Informationen eine Deutsche mit marokkanischen Wurzeln, wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Die Hintergründe sind bislang vollkommen unklar.

Eine 15-Jährige hat im Hauptbahnhof einen Beamten der Bundespolizei mit einem Messer attackiert und schwer verletzt.

Der 34-jährige Beamte und ein Kollege waren am Nachmittag gegen 17 Uhr auf Streife im Hauptbahnhof unterwegs. In Höhe des Westausgangs zum Zentralen Omnibusbahnhof, etwa in Höhe der Treppen zu den Gleisen der Stadtbahnen, wollten die Polizisten die 15-Jährige kontrollieren. Die Schülerin ist bereits mehrfach aktenkundig, unter anderem wegen Diebstahls und Körperverletzungen. 

Doch statt ihres Ausweises zog die 15-Jährige das Messer hervor und stach auf den Beamten ein. Sein Kollege überwältigte die Angreiferin und brachte sie zunächst auf die Wache der Bundespolizei im Hauptbahnhof. Dort wurde sie durchsucht. Dabei fanden die Beamten ein zweites Messer, das die Schülerin dabei hatte. Anschließend übernahm der Kriminaldauerdienst der Landespolizei die Ermittlungen. Die Beamten sperrten den Tatort mit Flatterband ab, sicherten Spuren und brachten die 15-Jährige zu sich auf die Wache. Sie äußert sich bislang nicht zu dem Vorfall. 

Völlig unklar ist bislang, warum die Schülerin die beiden Waffen bei sich hatte. Ebenso ist noch offen, ob die Täterin unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand. Die Polizei hatte die Schülerin sowie Kollegen des Polizisten und Zeugen der Attacke noch am Freitagabend vernommen. Die Nacht zu Sonnabend musste das Mädchen bereits in einer Gewahrsamszelle der Polizeidirektion verbringen.

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