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Aus der Stadt Autofahrer fährt auf - und verlangt Entschädigung
Hannover Aus der Stadt Autofahrer fährt auf - und verlangt Entschädigung
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00:15 31.12.2016
Von Michael Zgoll
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Es war Ende Februar 2015, als der Fahrer eines Renault Espace bei der Auffahrt auf den Messeschnellweg ins Schleudern geriet und seinen Wagen in ein Waldstück lenkte. Das hinter ihm rollende Auto, ein Kleinbus mit behinderten Kindern, konnte noch rechtzeitig vor der Unfallstelle bremsen - doch ein hinter diesem fahrender VW-Transporter fuhr auf den Kleinbus auf. Nun möchte der VW-Fahrer die Reparatur seines Frontschadens von knapp 2500 Euro ersetzt bekommen - und zwar vom Fahrer des Renault Espace, der für den Auffahrunfall ursächlich verantwortlich sei. Nach einem Verhandlungstermin im Amtsgericht stehen seine Chancen aber nicht allzu gut.

Der doppelte Unfall ereignete sich an einem Nachmittag, die Fahrbahn auf dem Messeschnellweg war nass. Der Renault-Fahrer wollte vom Bischofsholer Damm kommend auf den Schnellweg Richtung Süden einscheren, als der Wagen ins Schlingern geriet, durch das benachbarte Unterholz pflügte und an einem Baum zum Stehen kam. Der Fahrer blieb unverletzt, doch in seinem Rücken ereignete sich der nächste Unfall: Der vom Pferdeturm kommende VW-Transporter krachte in den Kleinbus. Wie stark dessen Fahrer aufgrund des vor ihm ablaufenden Schleuderunfalls abgebremst hat, ist schwer zu sagen. Bei der Polizei hatte der als Aushilfsfahrer tätige Rentner noch von einer starken Bremsung gesprochen, in einer späteren schriftlichen Einlassung und vor Gericht meinte der 71-Jährige, seinen Kleinbus eher sanft verlangsamt zu haben.

Zivilrichter Reinhard Wiehe wies in der Verhandlung darauf hin, dass Autofahrer generell verpflichtet sind, genügend Sicherheitsabstand zum Vordermann einzuhalten. Komme es zu einem Auffahrunfall, beruhe dies meist auf zu geringem Abstand, zu hohem Tempo oder Unaufmerksamkeit. Löse ein völlig unerwartetes Ereignis einen Auffahrunfall aus - etwa die Notbremsung eines vorwegfahrenden Autos, weil ein Kind auf die Straße springt - könne dies zu einer Halbierung der Verantwortlichkeit führen. Nahe einer Auffahrt auf einem stark frequentierten Schnellweg müsse man aber immer damit rechnen, dass der Vordermann bremst - wie stark oder schwach auch immer.

Insofern machte der Richter dem Fahrer des VW-Transporters wenig Hoffnung, dass dieser mit dem für den 11. Januar angekündigten Urteil zu 100 Prozent recht bekommt. Es werde wohl eher darauf hinauslaufen, so Wiehe, dass er dem Kläger einen kleineren, anteiligen Schadensersatz zubillige - oder dass dieser sogar leer ausgehe.

Offenbar ist es zwischen 2012 und 2015 zu massenhaften Fehlbuchungen durch Jobcenter-Mitarbeiter bei Sozialhilfekosten gekommen. Leistungen, die eigentlich der Bund übernehmen musste, wurden über die Region abgerechnet. Nun muss das Jobcenter die Summe erstatten.

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