Michael Fürst, Vorsitzender der jüdischen Gemeinden Niedersachsen, steht nicht mehr unter Polizeischutz. Die Polizei hatte Fürst am Sonntagabend unter Personenschutz gestellt, nachdem Unbekannte das Mehrfamilienhaus in Isernhagen-Süd, in dem der Rechtsanwalt lebt, mit einer Soft-Air-Waffe beschossen hatten. Bei dem Vorfall waren zwei Fensterscheiben beschädigt worden, die Wohnung des 63-Jährigen wurde aber nicht getroffen.
Nach wie vor gibt es keinerlei Hinweise auf einen politischen Hintergrund der Tat. Vielmehr prüfen die hannoverschen Ermittler Zusammenhänge mit ähnlichen Vorfällen, die sich am Sonntagnachmittag im Landkreis Celle zugetragen hatten. Auch dort wurden Fensterscheiben von Wohnhäusern beschossen. Die Beamten in Celle dagegen sehen bislang keinerlei Verbindung zwischen ihren Fällen und den Vorkommnissen in Hannover. Zum einen lägen die Tatorte rund 40 Kilometer auseinander, zum anderen stammten die Celler Schüsse wahrscheinlich aus einer Luftdruckwaffe.
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