Auch in anderen Großstädten zogen die Mieten der Erhebung zufolge kräftig an – in Hamburg sogar um elf, in München um zwölf Prozent.
Als Basis seiner Untersuchung diente dem Institut eine 60 bis 80 Quadratmeter große Neubauwohnung mit höherwertiger Ausstattung. Mit einem Quadratmeterpreis von 7,36 Euro gegenüber 6,71 Euro vor einem Jahr landete Hannover in der Städterangliste damit deutschlandweit auf Rang 47 – vor einem Jahr hatte die Landeshauptstadt noch auf Platz 68 gelegen. Auf den ersten drei Plätzen rangieren bei Empirica München (12,35 Euro), Frankfurt (11,59 Euro) und Hamburg (11,03). Vor Hannover finden sich im Ranking neben den Metropolen auffällig viele Städte aus dem Süden und Südwesten wie Freiburg, Schwabach oder Aschaffenburg, aber auch Ruhrgebietsstädte wie Bochum oder Dortmund.
Gefallen sind der Studie zufolge in Hannover dagegen die Preise für Eigentumswohnungen. Glaubt man Empirica, mussten Käufer in Hannover im Jahr 2005 für die beschriebene Wohnung durchschnittlich 1942 Euro pro Quadratmeter bezahlen. 2010 würden nur noch 1768 Euro fällig. Damit wäre Hannover im Kaufpreis-Ranking auf Platz 77 zurückgefallen.
Rainer Beckmann, Vorsitzender des Vereins Haus & Grundeigentum in Hannover, hält sowohl die Zahlen für den Miet- als auch die für den Kaufpreis für unrealistisch. „Ein Anstieg der Mieten von zehn Prozent innerhalb eines Jahres ist nicht nachvollziehbar“, sagt er. Bei den Kaufpreisen sei zwar ein Rückgang zu beobachten, aber nicht in dem Maß wie von Empirica ermittelt.
Insgesamt beobachten die Verfasser einen Anstieg der Mieten in sämtlichen kreisfreien Städten. Ihn führen sie auf das Ende der Wirtschaftsflaute und die gestiegene Attraktivität städtischen Lebens zurück.