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Aus der Stadt Migranten-Selbstorganisationen fordern Unterstützung
Hannover Aus der Stadt Migranten-Selbstorganisationen fordern Unterstützung
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07:00 09.02.2017
Die Mitglieder des Migranten-Selbstorganisations-Netzwerks Hannover. Quelle: privat
Hannover

Die Migrantenorganisationen hätten aus dem Rathaus zwar „viele warme Worte“ bekommen, eine durchgreifende strukturelle Teilhabe sei jedoch ausgeblieben. „Wir sind es leid, immer nur als Bittsteller angesehen zu werden“, kritisiert das Miso-Netzwerk. Der Dachverband fordert außerdem eine „Multikulti-Offensive“ gegen Rechtspopulisten. „Hannover ist unsere Stadt. Wir lassen sie nicht kaputtmachen“, heißt es in der verabschiedeten Erklärung. Der Dachverband hatte sich am letzten Januar-Wochenende beim Verein Kargah auf dem Faust-Gelände in Linden-Nord getroffen.

Laut Miso-Netzwerk gibt es nur eine Antwort auf die AfD und Rechtspopulisten: „Keine ängstliche Defensive und Schielen auf das Wählerpotenzial der AfD, sondern eine selbstbewusste Multikulti-Offensive und der Ausbau Hannovers als Einwanderungsstadt gerade im Wahljahr 2017.“ Um einer steigenden Verunsicherung der Gesellschaft entgegenzuwirken, fordert Miso folgende Schritte:

  • Stabilisierung: Die Migrantenorganisationen wollen eine angemessene Finanzierung für ihre Arbeit.
  • Stadtverwaltung: Mehr Migranten sollen als Mitarbeiter eingestellt werden.
  • Beteiligungsrechte: Für Neuankömmlinge in Hannover wird mehr Mitsprache gefordert.
  • Unterstützung: Menschen mit Migrationsgeschichte soll die Stadtpolitik gezielter helfen.

Über diese Forderungen will das Miso-Netzwerk bei einer zweiten Migrationskonferenz diskutieren. „Wir erwarten dabei die volle Unterstützung der Stadt“, heißt es. Die erste Konferenz lief im Sommer 2016 unter Teilnahme von Oberbürgermeister Stefan Schostok im Neuen Rathaus. „Wir wollen eine moderne Einwanderungsstadt sein“, sagte Schostok damals. Aus Sicht der Migranten bemüht sich die Stadt aber nicht stark genug darum, dieses Ziel zu erreichen.

Von Christian Link

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