Hannover. Damals türmten sich auf den Straßen Hannovers die Schneeberge, die Temperatur lag wochenlang unter dem Gefrierpunkt. Ob die Stadtwerke-Kunden am Ende tatsächlich mit geringeren Heizkosten durch den derzeitigen Winter kommen, will Stadtwerke-Sprecher Carlo Kallen aber offenlassen. „Der Winter wird erst zu Ostern entschieden“, sagt er augenzwinkernd. Denn sollten die Temperaturen Ende Januar rapide fallen und der Februar eisig werden, könnte der Bedarf an Heizenergie schnell wieder steigen, und die Kosten würden in die Höhe schnellen.
Abgerechnet werden die Heizkosten grundsätzlich nach einem Zeitraum von zwölf Monaten, jedoch nicht an einem Stichtag, sondern zu verschiedenen Zeitpunkten. „Denn das Ablesen der Zählerstände für 300.000 Kunden kann nicht zu einem einzigen Datum bewältigt werden“, sagt Kallen. Die Stadtwerke haben Hannover daher in zwölf Bereiche aufgeteilt, die zu unterschiedlichen Terminen abgerechnet werden.
So haben etwa diejenigen Kunden, deren Zähler bereits im Oktober 2011 abgelesen wurden, zunächst nichts von den milden Wintermonaten. Auf ihren Rechnungen wird sich der Frost des Winters 2010 mit hohen Zählerständen bemerkbar machen. Glück haben dagegen die Kunden, deren Zähler in diesem Monat registriert werden. Sie profitieren von den frühlingshaften Temperaturen. „Wie hoch eine mögliche Rückzahlung am Ende ausfällt, hängt auch maßgeblich vom individuellen Verbrauch ab“, sagt der Unternehmenssprecher.
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