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Stephan Weil bedankt für sich Flüchtlingsarbeit

Ehramtliche Helfer Stephan Weil bedankt für sich Flüchtlingsarbeit

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil und Sozialministerin Cornelia Rundt haben sich am Mittwoch bei sich für den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz bei der Flüchtlingsarbeit bedankt.

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Gemeinsame Sache: Ministerpräsident Stephan Weil und Sozialministerin Cornelia Rundt setzen sich für das Flüchtlingsbündnis ein.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Die Analogie lag nahe. Weil Stephan Weil in die HDI Arena eingeladen hatte und weil der Ministerpräsident ein bekennender 96-Fan ist, blieben Vergleiche aus der Welt des Fußballs nicht aus. Von einer „tollen ersten Halbzeit“ war die Rede und von „hochmotivierten Spielern“. Gemeint waren aber nicht die „Roten“. Das Lob richtete sich vielmehr an die vielen Helfer und Helferinnen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Sie waren die Hauptpersonen der Veranstaltung, mit der sich Weil für den unermüdlichen Einsatz bedankte. Rund 250 von ihnen waren gestern stellvertretend für alle anderen in der HDI Arena zu Gast.

Zum einjährigen Jahrestag des mit dem Beginn der Flüchtlingswelle gegründeten Aktionsbündnisses „Niedersachsen packt an“ stellten sich acht Projekte vor, die seither landesweit in der Integrationshilfe aktiv sind – darunter vier Initiativen aus der Region Hannover. Dem Bündnis gehören gut 300 Institutionen und rund 2300 Einzelpersonen an, die sich unter der Regie des Landes, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Unternehmerverbände Niedersachsen und der beiden großen christlichen Kirchen zusammengeschlossen haben. Das Spektrum reicht von der Sprachförderung über Hilfen im Arbeitsmarkt bis zu Wohnprojekten.

Weil nannte die Integration der Flüchtlinge „eine Generationenaufgabe“. Das Bündnis werde weiter einen wichtigen Beitrag leisten. So sind im kommenden Jahr auch zwei Konferenzen mit allen Beteiligten geplant.

Der Lehrer

Jörg Schwarz ist Kaufmann. Seit sechs Jahren ist er auch Deutschlehrer. Ehrenamtlich. Der 53-Jährige macht bei dem Projekt Neuland mit, das von zwei Kirchengemeinden und der Stadt Garbsen getragen wird. Ziel ist es, im sozialen Brennpunktgebiet Auf dem Kronsberg ein Miteinander der Nationen zu organisieren. Seit 2014 ist Neuland auch Anlaufstelle für Flüchtlinge – und Schwarz hat noch mehr zu tun. An drei Vormittagen hilft er Menschen aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern beim Erlernen der deutschen Sprache und unterstützt sie im Alltag. „Das mache ich gern“, sagt er.

Die Zupackende

Für Ellen Schmidt stand gleich fest, dass sie mit anpackt. Nachdem das Land im September 2015 in der Gemeinde Uetze ein Erstaufnahmelager eingerichtet hatte, wollten die 56-Jährige und viele andere Bürger etwas für die Flüchtlinge tun. Mit dem Arbeiter Samariter Bund richteten sie eine Kleiderkammer ein. „Wir haben Spenden über Spenden bekommen“, sagt Schmidt. So wurde aus der Kammer ein Soziales Kaufhaus, getragen vom neugegründeten Bürgerverein. „Allerhand Nuetzeliches“ haben die Aktiven ihre Einrichtung genannt – in Anspielung auf ihren Wohnort.

Der Erfahrene

Haytham Hmeidan hat erfahren, was es bedeutet, sein Heimatland verlassen zu müssen. „Aus politischen Gründen“ sei er vor drei Jahren nach Deutschland gekommen, erklärt der 38-jährige Syrer. Nun hilft er Menschen, die ähnliche Schicksale erlitten haben. Im Auftrag der Unternehmerverbände Niedersachsen hat Hmeidan ein Konzept erarbeitet, mit dem in Hannover lebende Flüchtlinge ins duale Ausbildungssystem integriert werden sollen. Vor allem arabischsprachige Flüchtlinge bringt das Projekt mit deutschen Auszubildenden in Kontakt.

Die Vielfältige

Anne Dobiéy weiß gar nicht, was sie als Erstes erzählen soll. So vielfältig sind die Aufgaben des Vereins Freiraum inzwischen. Das von der Freiwilligenagentur Gehrden ins Leben gerufene Projekt kümmert sich um alle Belange von Flüchtlingen – von Sprachkursen über die Begleitung bei Behördengängen bis zu alltäglichen Hilfestellungen. „Wir haben auch schon Veranstaltungen zum Müllsystem in Gehrden gemacht“, berichtet Dobiéy. Die 40-Jährige ist eine von rund 70 Integrationshelfern, die sich inzwischen für Freiraum engagieren.

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