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Weil würdigt Nina-Dieckmann-Stiftung

Sprachförderung Weil würdigt Nina-Dieckmann-Stiftung

Nina Dieckmann kümmert sich seit Jahren engagiert und beharrlich um die Sprachförderung von Kindern aus Migrantenfamilien. Am Montag hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die pensionierte Grundschullehrerin und ihre Stiftung als Landessieger des Deichmann-Förderpreises für Integration geehrt.

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Nina Dieckmann (Mitte) wurde für ihr Engagement in der Sprachförderung von Ministerpräsident Stephan Weil (li.) und Silke Janssen (re.) von der Deichmann-Stiftung geehrt.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. "Integration gelingt immer da besonders gut, wo menschliche Beziehungen geknüpft werden", sagte Weil bei der Preisverleihung. Zu der Auszeichnung gehört auch ein Preisgeld von 1000 Euro. Weil lobte Dieckmanns Einsatz als "Dienst an der Gemeinschaft". Schirmherrin der Stiftung ist Niedersachsens Integrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf.

Über die Stiftung werden derzeit 635 Kinder und Jugendliche zwischen drei und 19 Jahren unterstützt. Rund 75 ehrenamtliche Helfer, oft ebenfalls Pädagogen im Ruhestand, beteiligen sich an den unterschiedlichen Projekten. Da sind zum einen die "Lehrer im Wohnzimmer", die gezielt Grundschulkinder ein- bis zweimal in der Woche zuhause besuchen, mit ihnen spielen, lesen, bei den Hausaufgaben helfen und basteln. Viele Kinder werden so über Jahre individuell begleitet - oft bis zum erfolgreichen Wechsel auf eine weiterführende Schule oder sogar bis zum Abschluss. Und für die Mütter ist dies auch ein Stück gelungene Integrationshilfe, entweder weil sie auch Deutsch lernten, wie Dieckmann sagte, oder so viel Selbstbewusstsein gewinnen, dass sie sogar den Führerschein machen. "Die Lehrer im Wohnzimmer" ersetzten den deutschen Opa oder die deutsche Opa, sagte die ehemalige Lehrerin.

Daneben laufen über die Dieckmann-Stiftung noch rund 45 Sprachkurse an 18 Grundschulen und ein Projekt zu musikalischen Spracherziehung in Kitas. Für Birgitt Hennersdorf, selbst frühere Lehrerin, und Brigitte Gregory, die die Internationale Schule mitgegründet hat, ist der Einsatz im Ruhestand Ehrensache. Sie wollen die Startchancen der Kinder verbessern. Und Eva Klein-Heßling, die selbst noch berufstätig ist, sagt die Arbeit mit den Schülern biete viel Freude und Entspannung nach einem stressigen Tag im Job.

Silke Janssen von der Deichmann-Stiftung, die Urkunde und Scheck mit Weil an Dieckmann übergab, sagte, der Preis sei auch ein Zeichen für die Hoffnung, dass Integration gelingen kann. Dieckmann betonte, es sei ganz einfach zu helfen: "Besorgen Sie sich ein Führungszeugnis, melden Sie sich in der Grundschule bei Ihnen um die Ecke und suchen Sie sich ein Kind aus, das sie begleiten wollen."

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