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Aus der Stadt Missbrauch
 auch im 
Stephansstift in Hannover
Hannover Aus der Stadt Missbrauch
 auch im 
Stephansstift in Hannover
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21:39 30.03.2010
Von Simon Benne
Auch im 
Stephansstift in Hannover ist es zu sexuellem Missbrauch
 gekommen. Quelle: Tim Schaarschmidt (Archivbild)

Nachdem im Herbst 2008 erste Misshandlungen öffentlich geworden waren, hatte das Diakonische Werk der evangelischen Landeskirche, zu dem das Stephansstift gehört, Opfer gebeten, sich zu melden. Die damalige Landesbischöfin Margot Käßmann hatte auf die Aufarbeitung der Fälle gedrungen, das Diakonische Werk einen ersten Bericht dazu vorgelegt.

Im vergangenen Jahr gab es dann ein erstes Treffen früherer Heimbewohner, die von ihren Erfahrungen berichteten. „Dass es große Missstände gab, steht vollkommen außer Frage“, sagt Schneider. Das Stephansstift bedauere dies zutiefst. Inzwischen hat die Einrichtung Betroffenen ihr Mitgefühl ausgesprochen und ihnen teils Beratungen oder Therapien vermittelt. Ein weiteres Treffen ehemaliger Bewohner sei für Himmelfahrt geplant. „Viele Betroffene wollen endlich das Schweigen brechen“, sagt Schneider. „Wir nehmen sie ernst und begegnen ihnen mit großem Respekt.“

Insgesamt waren in den fünfziger und sechziger Jahren im Stephansstift etwa 2000 Kinder und Jugendliche untergebracht. Strafrechtlich sind die damals verübten Misshandlungen inzwischen verjährt.

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