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Projekt hilft Ingenieurinnen in den Job

Berufseinstieg nach Familienphase Projekt hilft Ingenieurinnen in den Job

Spezialisten für Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik sind im Zuge des fortschreitenden Fachkräftemangels sehr gefragt. Dennoch finden Ingenieurinnen nach der Familienphase oft keinen Wiedereinstieg in den Beruf. Ein Projekt qualifiziert Frauen und bringt Betriebe und Bewerberinnen zusammen.

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Helfen Ingenieurinnen in den Job: Anne Kunst, Birgit Glasmacher, Sabine Gräßler-Zorn.

Quelle: Petrow

Hannover. "In den Ingenieurberufen verläuft die technische Entwicklung rasant. Deshalb haben es Frauen, die ihre Berufstätigkeit für die Familie ruhen lassen, besonders schwer, dort einen Wiedereinstieg zu finden", beschreibt Sabine Gräßler-Zorn von der Agentur für Arbeit Hannover das Problem. Mit dem neuen Projekt "Back2Job - Ingenieurinnen gesucht" soll sich das ändern. Ein Jahr lang können sich Frauen mit Abschluss in Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik oder verwandten Studienfächern fit für den Job machen - als Gasthörerin an Uni oder Hochschule Hannover und im Praktikum in einem Betrieb. "Wir verlieren viele gut ausgebildete Frauen durch die Familienphase, weil sie glauben, den Anschluss verloren zu haben", sagt auch Birgit Glasmacher, Direktorin des Instituts für Mehrphasenprozesse an der Leibniz-Universität.

Glasmacher will die Bewerberinnen auf zukunftsträchtige Felder orientieren wie Lasertechnologie, medizinisch-technische Anwendungen oder Digitalisierung der Produktion. Jede Teilnehmerin soll ihre angestrebte Spezialisierung finden. An Uni oder Hochschule bringen sie fünf Monate lang ihr Wissen mit einem individuell maßgeschneiderten Stundenplan auf den aktuellen Stand. Weitere fünf Monate Qualifizierung laufen in einem gezielt ausgesuchten Betrieb, in dem ein Coach die Bewerberin begleitet. Diese Kombination ist eine Besonderheit. "Wir dürfen eine akademische Qualifizierung sonst leider nicht finanzieren", berichtet Sabine Gräßler-Zorn von der Arbeitsagentur. Zum Programm gehören das Zusammenführen von passender Bewerberin und Betrieb, begleitende Seminare sowie Thementage für Ingenieurinnen und ihre Coachs im Betrieb. Jede Teilnehmerin entwickelt in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Hochschule ein Praxisprojekt. Das vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) geleitete Projekt bietet 15 Plätze. "Back2Job" richtet sich auch an Ingenieurinnen, die eingewandert sind. "Die Chance, dass aus Syrien oder dem Osten qualifizierte Frauen kommen, ist groß", betont Glasmacher. Es sei allerdings eine Herausforderung, Personalverantwortliche von einer Bewerberin mittleren Alters zu überzeugen, die einige Jahre nicht berufstätig war.

Das Projekt ist eine Initiative der Fachkräfteallianz Leine-Weser, die das Land Niedersachsen in den Regionen angestoßen hat. Die Region Hannover sowie der Europäische Sozialfonds tragen die Finanzierung von rund 200 000 Euro. Weitere Mittel kommen von Arbeitsagentur und Jobcenter.

Kontakt über Anne Kunst beim BNW unter anne.kunst@bnw.de.

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