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"Nach dieser Nacht wurde es lange kein Tag"

Konzert in Marktkirche "Nach dieser Nacht wurde es lange kein Tag"

Mit einem von Prof. Andor Izsák organisierten Konzert in der Marktkirche hat Hannover am Sonnabendabend dem Jahrestag der Reichspogromnacht gedacht. Vor 79 Jahren brannten in Deutschland die Syngagogen. In Hannover erinnert man mit synagogalen Gesängen und Trauergebeten an den 9. November 1938.

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Der Kammerchor Camerata Carolina der Uni Heidelberg beeindruckt beim Gedenkkonzert in der Marktkirche.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Oberbürgermeister Stefan Schostok nennt das von Andor Izsák liebevoll zusammengestellte Konzert das „musikalische Juwel“ der vielfältigen Erinnerungskultur zur Reichspogromnacht. Die Stimmen des Kammerchors Camerata Carolina von der Universität Heidelberg erfüllen die vollbesetzte Marktkirche, lassen den Zuschauer mitfühlen, mittrauern, aber auch voller Zuversicht auf Gott vertrauen. Louis Lewandowskis Psalme gehen unter die Haut. An der Orgel brilliert Alexander Ivanov, ein gebürtiger Russe, der Kantor und Organist an der St.-Severin-Kirche in Keitum auf Sylt ist.

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„Wer den amerikanischen oder den türkischen Präsidenten kritisiert, der muss die Geschichte Nazi-Deutschlands kennen und um den Blutzoll wissen, der so vielen Menschen in Europa abgepresst wurde“, sagt Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Es gehe um Erinnern, Reue und Vergebung, ums genaue Hinschauen, damit so etwas wie vor 79 Jahren nie mehr geschehe.

Schostok sagt, es gehe auch um Geschichten wie die von Norbert und Elsa, die Schüler der Heisterbergschule zum Gedenktag am 9. November vorgetragen hatten. Der 29-jährige Radiotechniker Norbert und die 22-jährige Elsa wollten nach Australien auswandern. Sie brach 1939 mit dem Schiff dorthin auf, er kam nie nach, sondern wurde mit 1000 anderen Juden nach Riga deportiert. Nur 69 Menschen hätten den Transport überlebt. „Mit der Reichspogromnacht begann die Radikalisierung der Judenverfolgung bis zum Holocaust“, sagte Schostok.     

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