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Aus der Stadt Wie wollen wir lernen?
Hannover Aus der Stadt Wie wollen wir lernen?
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00:15 14.11.2017
Von Saskia Döhner
Das Dokumentarfilmfestival Utopianale wird mit dem Film "Freistunde" von Margarete Hentze eröffnet. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Selbstbestimmt, jahrgangsgemischt, frei und demokratisch – Ideen für neue Formen des Lernens gibt es viele. Beim Dokumentarfilmfestival Utopianale an diesem Wochenende im Freizeitheim in Linden steht die Schule der Zukunft im Mittelpunkt. Viele Zuschauer, die zum Eröffnungsfilm „Freistunde“ von Margarethe Hentze gekommen sind, wollen sich inspirieren lassen. „Ich bin hier, weil es genau das trifft, was ich liebe, Film und Bildung“, sagt Lehrerin Julia Schunack. Auch an Regelschulen gebe es durchaus pädagogischen Freiraum, wobei die Rolle klar sei: „Wir sind Lehrer, wir sind nicht Freunde oder Eltern der Schüler.“

Waldorf-Pädagogin Christiane Haller ist „einfach neugierig“, und Frank Schmitz vom Verein Niedersächsische Bildungsinitiativen ist schon von Berufs wegen an Bildung interessiert: Er hatte tags zuvor Workshops für rund 100 Schüler von sieben Schulen aus Hannover organisiert, in denen die Kinder ihre Wünsche äußerten.

Gut 400 Besucher

Festivalorganisator Felix Kostrzewa vom Wissenschaftsladen will Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen. Insgesamt gut 400 Besucher nutzen das Angebot. Hentzes Film „Freistunde“ beleuchtet die demokratischen Schulen, an denen Schüler selbst bestimmen, was sie lernen und wie lange. Eine Unterrichtspflicht gibt es nicht. Bei Schulversammlungen zählen die Stimmen der Kinder genauso viel wie die der Erwachsenen.

Margret Rasfeld hat jahrelang die Evangelische Schule in Berlin geleitet, an der es Fächer wie „Herausforderung“ und „Alle ins Ausland“ gibt. Da müssen sich 13-Jährige drei Wochen lang mit 150 Euro durchschlagen und 16-Jährige ein ökologisches Drei-Monats-Praktikum im Ausland absolvieren. Rasfeld hat zusammen mit dem Neurologen Gerald Hüther „Schulen im Aufbruch“ gegründet. Im Freizeitheim Linden sagt sie: „An Schulen heute werden 50 Prozent des humanen Kapitals nicht gehoben.“

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Weitere Infos unter www.utopianale.de.

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