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Aus der Stadt Üstra-Streik: So kommen Sie heute zur Arbeit und zurück
Hannover Aus der Stadt Üstra-Streik: So kommen Sie heute zur Arbeit und zurück
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06:42 12.04.2018
Ursprung im Jahr 1969:  In den nächsten Tagen erfährt der „Rote Punkt“ eine Wiederbelebung. Drucken Sie das Symbol aus, bringen Sie es am Auto an – und nehmen Sie Pendler mit. Quelle: HAZ-Montage
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Hannover

Weil die Tarifverhandlungen nicht vorangehen, wird am Donnerstag in Hannover gestreikt. Davon ist auch die Üstra betroffen. Pendler in Hannover und dem Umland trifft der Streik empfindlich. Genau da möchte die HAZ-Redaktion helfen. Darum wird in der Zeitung ein sogenannte „Roten Punkt“, ein traditionsreiches Symbol der gegenseitigen Hilfe in Ausnahmesituationen, abgedruckt. Hier auf HAZ.de können Sie sich den Punkt auch herunterladen. Außerdem können Sie auf der HAZ-Mitfahrzentrale bei Facebook  Angebote und Gesuche veröffentlichen.

Und so geht es: Drucken Sie den „Roten Punkt“ aus und befestigen Sie ihn an Ihrem Auto. Damit zeigen Sie: Sie bieten anderen gerne eine Mitfahrgelegenheit. Alle Menschen, die mitgenommen werden möchten, können entsprechende Schilder mit dem Punkt darauf verwenden.  Die Aktion läuft auf eigene Gefahr. Auch ein Reporter der HAZ wird am Donnerstag in der Innenstadt unterwegs sein, um gestrandete Reisende mitzunehmen.

Der „Rote Punkt“ zum Download:

Roter Punkt (4,2 MB)

Die HAZ sammelt Fotos mit Rotem Punkt

Machen Sie auch mit? Dann melden Sie sich doch kurz bei der HAZ und wir nehmen ein Foto ihres Wagens mit "Rotem Punkt" in unserer geplanten Bildergalerie auf. Schreiben Sie uns einfach eine kurze Mail an online@haz.de oder benachrichtigen Sie uns bei Facebook oder Twitter.

Das ist der „Rote Punkt“

Der „Rote Punkt“ wurde in Hannover im Juni 1969 berühmt. Die Preise des Nahverkehrs sollten um etwa 33 Prozent steigen, Studenten, Schüler und nicht zuletzt der Kabarettist Dietrich Kittner blockierten damals die Straßenbahnen und organisierten damals zeitgleich einen eigenen öffentlichen Nahverkehr – mit Hilfe von etlichen Autofahrern.

Um sich solidarisch mit den Studenten zu zeigen, schnitten Autofahrer einen roten Punkt aus Papier oder nutzten Aufkleber und brachten den Punkt gut sichtbar an der Autoscheibe an. Anschließend fuhren sie die üblichen Stationen des Nahverkehrs an und nahmen Menschen, die auf die Bahnen angewiesen sind, kostenlos mit. In Hannover hatte in den Hochzeiten des Protests fast jedes zweite Auto einen roten Punkt an der Windschutzscheibe. Erst als die Preiserhöhung zurückgenommen wurde, wurden die Blockaden beendet.

Neuauflage bei der Cebit

Der „Rote Punkt“ erlebte 2012 eine Neuauflage. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte im Zuge der Tarifauseinandersetzungen vorgesehen, die Üstra zu bestreiken – direkt zur Cebit. Die Messe AG hatte darum schnell 100.000 rote Punkte drucken lassen, mit deren Hilfe spontane Fahrgemeinschaften gebildet wurden. Großunternehmen wie Tui und AWD unterstützten die Aktion genauso wie kleinere Firmen oder Vereine wie der Freundeskreis Hannover. Sogar Spieler von Hannover 96 machten per Facebook für die Aktion Werbung und riefen dazu auf, Messebesuchern zu helfen.

Üstra-Streik zur CeBIT: Die Messe AG hatte im Jahr 2012 insgesamt 100.000 rote Punkte drucken lassen, mit deren Hilfe spontane Fahrgemeinschaften gebildet wurden. Quelle: Insa Cathérine Hagemann

Mitfahrer vernetzen sich auf Facebook

Zusätzlich zum „Roten Punkt“  haben wir eine HAZ-Mitfahrzentrale auf Facebook gegründet. Wer will, kann in dieser Gruppe Mitglied werden – und ganz einfach Angebote oder Gesuche für Mitfahrgelegenheiten posten.

Die #twitfahrzentrale hilft

Auch auf Twitter vernetzen sich Autofahrer mit Personen, die aufgrund des Streiks eine alternative Reisemöglichkeit suchen. Unter den Hashtag #twitfahrzentrale und #RoterPunkt können beide Seiten nach Angebot oder Nachfrage suchen und Kontakt aufnehmen.

jan/mic/ewo

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