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Zieht Mobilitätsmuseum auf das Expo-Gelände?

Eilers-Werke als Standort ausgeschlossen Zieht Mobilitätsmuseum auf das Expo-Gelände?

Der Traum von einem spektakulären Mobilitätsmuseum in den alten Ledeburger Louis-Eilers-Werken ist endgültig geplatzt. Nach fünf Jahren Planung sucht der Förderverein einen neuen Ort. Das Museum soll es trotzdem geben – aber an einem anderen Standort. Geht es zur Expo?

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Starker Auftritt, keine Wirkung: Aus dem Mobilitätsmuseum wird nichts.

Quelle: Moers

Hannover. Fünf Jahre lang haben namhafte Hannoveraner um den Europaabgeordneten Bernd Lange für das Projekt getrommelt, Konzepte geschrieben und Politiker von Regionschef Hauke Jagau bis Ministerpräsident Stephan Weil durch die denkmalgeschützten Hallen geführt. Jetzt ist das Vorhaben beerdigt: Gestern Abend beschloss der Förderverein, den Namen Eilers aus seinem Namen zu streichen. „Wir glauben nicht, dass auf dem Eilers-Gelände die Brandschutzauflagen der Stadt in den Griff zu bekommen sind“, sagt Ingenieur Uwe Groth vom Vorstand.

Der Verein, bestehend aus fast 100 Motorenthusiasten und Kfz-Schraubern, wollte in den Räumen des alten Eisenwerks ein einzigartiges Mobilitätsmuseum inszenieren. Hannover schien ein geeigneter Standort: Mit Continental, Hanomag und VW Nutzfahrzeuge gibt es international erfolgreiche Fahrzeugfirmen, Hannover ist auch Binnenhafen- und Flughafenstadt. Unter anderem hatten die Initiatoren schon eine Sammlung mit fast 10 000 Exponaten des alten Verkehrsmuseums Stade übernommen, darunter Mopeds und Transportfahrzeuge, Lokomotiven und zwei Flugzeuge.

Als Geländeeigner und Unterstützer sind der Harley-Händler Matthias Korte und Klaus Kirchheim, Chef des Autozulieferers Nass-Magnet, im Boot. Doch seit Jahren machen die Brandschutzverhandlungen mit der Stadt zu schaffen. Für angepeilte 200 000 Besucher im Jahr hätten wohl Mauern errichtet, das Dach erneuert, Sprinkleranlagen eingebaut und Fluchtwege eingerichtet werden müssen. Auf mehrere Millionen Euro wurden die Kosten geschätzt – Genaues weiß mangels vorliegender Genehmigung immer noch keiner. „Jetzt reicht es“, sagt Vereinsvorstand Groth.

Dem Vernehmen nach wurde schon ein Umzug in den Deutschen Pavillon erwogen – auch dort aber ist der Brandschutz ein Problem. „Wir prüfen alle Angebote“, sagt Groth. Die Eilers-Halle wird nun zunächst als Lager genutzt. Immerhin gibt es für das Freigelände eine Nutzungsgenehmigung – dort fand kürzlich ein Designmarkt statt. Solche Veranstaltungen will Eigentümer Kirchheim dort jetzt öfter machen.

Conrad von Meding/Mario Moers

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