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Mobilität à la carte lässt auf sich warten

Nahverkehr Mobilität à la carte lässt auf sich warten

Die sogenannte Mobilitätskarte für den Großraum Verkehr Hannover kommt später als erwartet. Statt wie ursprünglich vorgesehen zum Jahreswechsel wird es nun wohl Herbst 2014, bis Nahverkehrkunden die moderne Technik nutzen können.

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Quelle: Archiv (Symbolbild)

Hannover. „Die Projektstrukturen müssen geschaffen werden, das dauert seine Zeit“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Heißt mit anderen Worten: Da viele Partner mit am Tisch sitzen, gibt es hohen Abstimmungsbedarf. Die Üstra entwickelt das Angebot gemeinsam mit dem Volkswagen-Konzern und dem Carsharing Unternehmen Stadtmobil.

Die Mobilitätskarte samt neuen Nutzungsmöglichkeiten für Internet und internetfähige Mobiltelefone wäre für Hannover eine Revolution. Bisher erhalten Abonnenten im Nahverkehr ihre Monatskarten halbjährlich in Form von Papierstreifen per Post. Zusätzlich existiert das Angebot Hannover-Mobil, das allerdings bei rund 500.000 Kunden, die täglich mit Bussen und Bahnen fahren, nur knapp 2000 Nutzer hat. Sie erhalten gegen Aufpreis eine Plastikkarte, mit der sie auch am Carsharing teilnehmen und verbilligt Taxi fahren dürfen.

Bei der Entwicklung für ein zeitgemäßeres Modell orientieren sich die Projektpartner laut Iwannek an „switchh“, einem seit Längerem laufenden Angebot des Hamburger Verkehrsverbundes HVV. Auch hier erhalten Nutzer eine Karte, mit der sie Busse und Bahnen, Leih- und Carsharing-Autos, Leihfahrräder und die städtischen Binnenschiffe nutzen können. Außerdem gibt es eine Internetplattform sowie eine Handy-Applikation. Sie dienen zum elektronischen Fahrkartenkauf, zur Fahrplanübersicht samt aktueller Änderungen wie etwa Verspätungen sowie zum Reservieren von Leihfahrzeugen.

Der Vorteil von „switchh“ gegenüber Hannover-Mobil ist, dass der Kunde sich aus dem Gesamtangebot das für ihn passende auswählen kann. Das strebt man auch in Hannover an. Zu den Schwierigkeiten, die die Planer haben, gehört, dass die neue Mobilitätskarte auch in Braunschweig, Wolfsburg und Göttingen gelten soll. Das ist das Gebiet der Metropolregion, und die hat bei dem Projekt die Federführung.

„Wir stehen nicht unter Zeitdruck, sondern wollen etwas Vernünftiges präsentieren“, sagt Iwannek. In der Tat stehen für die neue Mobilitätskarte Entwicklungszuschüsse vom Bund in Höhe von 5,5 Millionen Euro zur Verfügung, die auf drei Jahre gewährt sind. Auch Vorhaben, die Teil des neuen Mobilitätsangebotes sein sollen, stecken noch in der Warteschleife: Der städtische Fahrradverleih für Elektrofahrräder mit zehn Stationen kann erst im nächsten Jahr starten, weil das Projekt europaweit ausgeschrieben werden musste.

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