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Fahmoda präsentiert Nachwuchs

Fashion Finals im Sprengel Museum Fahmoda präsentiert Nachwuchs

Wassily Kandinsky oder Niki de Saint Phalle standen diesmal Pate:  "Art meets Fashion" hieß die neue große Modenschau der Modeakademie Fahmoda mit Abschlussarbeiten der Absolventen. Der Titel war Programm: Erstmals war die Schau im Sprengel Museum zu sehen.

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So stylish ging es bei den Fashion Finals zu.

Quelle: Behrens

Hannover . Am Eindeutigsten spielte Nachwuchsdesignerin Julia Portia Allen mit dem Motto des Abends. In ihrer Kollektion „Candy and Sky“ – einem Strauß voller bunter, poppiger Kleider, gefertigt aus dem eher aus dem Tauchermilieu bekannten Stoff Neopren – verarbeitete sie Motive des Malers Wassily Kandinsky.
Mit „Art meets Fashion“ waren die Fashion Finals 2016 der hannoverschen Modeakademie Fahmoda diesmal überschrieben. Der Titel war Programm: Erstmals war die Schau im Sprengel Museum zu sehen. „Da lag es in der Luft, dieses Motto zu wählen“, sagt Fahmoda-Chefin Karin Lilienthal. 16 Nachwuchsdesigner, darunter zwei Männer, zeigten auf dem Catwalk im Kunstmuseum weit über 200 Outfits: von tragbarer, leichter Sommermode, über avantgardistische Kleider bis hin zur Haute Couture. Stoffmuster, Schnitt, alles bis zum fertigen Outfit fertigen die Jungdesigner selbst, sagt Lilienthal. Dass dabei innovative Techniken zur Anwendung kommen, zeigte bei der Schau unter anderem die mit Laser-Cut gearbeitete Mode von Franziska Sprengel. Sie hatte ihre fließend fallenden Stoffe unter anderem mit Röntgenaufnahmen von Blüten bedruckt.

Die diesjährigen Modenschau der Modeakademie "Fahmoda" hat passend zum Thema "Art meets Fashion" im Sprengel Museum stattgefunden.

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Allein, was Schuhe oder Accessoires wie Taschen anging, gab es in diesem Jahr Erstaunliches zu sehen: Aufwändig mit lang herabfallendem Fell überzogene Schuhe, schwindelerregend hohe, japanische Getas (bei der Gewinnerin des diesjährigen Talent Awards; Lisa van Wersch) oder ein Rucksack in Form eines weißen Tigerkopfes.

Manche Designer überraschten mit höchst ungewöhnlichem Dekor. Skelettierte Tierschädel verwendete Clara Siegenthaler als Applikationen für ihre Kleider. Die Jungdesignerin hatte Erbstücke ihres Großvaters, eines Jägers, für ihre düstere Abschluss-Kollektion geplündert – und war nicht, wie Direktorin Lilienthal am Ende noch einmal betonte – „einfach in den Wald gegangen, um Tiere für eine Modenschau zu töten“. Siegenthalers Arbeiten gehörten auch sonst zu den auffälligsten des Abends. Da dienten Teile von Geweihen als Stirnband. Die Gesichter mancher Models waren burkaähnlich von Schleiern verhüllt. „Art Terrorist“ hieß die Kollektion von Alisa Schulze. Rebellischer als sie präsentierten sich aber die beiden einzigen Männer des Abends: Dennis Hörtinger und Hakan Solak zeigten ihre Kollektion gemeinsam unter dem Namen ihres eigenen Labels Hoertingersolak. Avantgarde wurde da wild mit geschichtlichen Zitaten vermischt.

Mit dem Spruchband „Too much design“ lief ein Model kreuz und quer über den Catwalk. Den Zuschauern war es nicht zu viel. Im Gegenteil. Großer Applaus.

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