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Aus der Stadt Modernes Viersternehotel im komplett sanierten Maritim-Stadthotel
Hannover Aus der Stadt Modernes Viersternehotel im komplett sanierten Maritim-Stadthotel
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21:30 30.09.2010
Von Conrad von Meding
Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl lies das ehemalige Maritim Stadt-Hotel in ein Flaggschiff der Dormero-Kette umbauen Quelle: Nico Herzog
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Was sich aus einem Achtziger-Jahre-Hotel so alles machen lässt: Das 293-Betten-Haus der Vier-Sterne-Kategorie der Dormero-Kette an der Hildesheimerstraße in Hannover ist zwar schon fast zwei Monate geöffnet, nun aber wurde der Neustart ganz offiziell mit Gästen und Kollegen gefeiert.

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Am Donnerstag hat Modeunternehmer und Fluglinienbetreiber Hans Rudolf Wöhrl das neueste Hotel seiner Dormero-Kette in Hannover eröffnet. Rund 18 Millionen Euro hat der Hauseigentümer, die Nürnberger Versicherung, in das ehemalige Stadthotel der Maritim-Kette in der Hildesheimer Straße investiert.

Wöhrl empfing gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Aleksej Leunov gut gelaunt die Eröffnungsgäste: „Schauen Sie sich um – es ist ein tolles Hotel geworden.“ Für den 62-jährigen erfolgsverwöhnten Unternehmer ist es das vierte Hotel. Sorgen, dass es längst zu viele Hotels in Hannover gibt, macht er sich nicht. „Während der IAA haben wir ein vollständig ausgebuchtes Haus gehabt, und auch sonst ist es gut ausgelastet.“ Architekt Arthur Fischer hat den 1984 errichteten Bau, der wegen seiner Butzenscheiben düster wirkte und mit seinem am Ende total veralteten Interieur nicht mehr zeitgemäß war, komplett aufgefrischt.

Gezahlt hat der Vermieter, die Nürnberger Versicherung, Vorstandsmitglied Henning von der Forst feierte gestern mit. Große Scheiben öffnen jetzt das Haus im Erdgeschoss, ein Empfangstresen im geschwungenen Design erinnert an Flugabfertigungsschalter, die Zimmer sind mit je einem 42-Zoll-Bildschirm für Fernsehen und Internet ausgestattet. Eine komplett durchgestylte Bar und ein modernes Restaurant sollen auch Einheimische anlocken. „Der Maßstab ist für uns, dass auch die Hannoveraner das gastronomische Angebot annehmen“, sagt Manager Paolo Masaracchia.

Der 41-Jährige hat zuvor für Accor das Mercure am Berliner Checkpoint Charlie geleitet und steht jetzt dem 80-köpfigen Dormero-Team vor. Wöhrl will Erfahrungen aus der Luftfahrt in die Hotelbranche übertragen. „Wichtig ist, dass es immer voll ist – daran muss sich die Preisgestaltung ausrichten“, sagt er. 65 Euro soll der Normalpreis sein. Zuweilen dürfe es sogar Schnäppchen ab 49 Euro geben, zur CeBIT solle der Preis nicht über 239 Euro steigen.

Die Branche nimmt den neuen Mitbewerber gelassen. „Es ist ja kein zusätzliches Hotel, sondern eine Wiedereröffnung“, sagt Johannes Hennigfeld vom Dehoga-Vorstand. Statt immer nur über einen angeblichen Bettenüberschuss zu jammern, müsse Hannovers Hotellerie die Nachfrage steigern – „und da zeigen die Zahlen, dass wir mit der Marketinggesellschaft auf einem richtig guten Weg sind“. Der Hotelausbau allerdings geht munter weiter: Im November eröffnet in der Lavesstraße das Grand-Palace-Hotel, ein neues Vier-Sterne-Plus-Haus mit 94 Betten unter Leitung von Michael Schlabritz.

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